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Und das im Jahr 2021!

Es sind die flapsigen spontanen kurzen Sätze, mit denen wir offenlegen, was wir uns wirklich denken.

Géza Ákos Molnár
3 Minuten Lesezeit
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Symbolbild (CC0).

Manchmal ist das ganz lustig, weil situationskomisch. Manchmal ist das urpeinlich – Du meine Güte, die Fettnäpfchen kann ich gar nicht zählen, in die ich schon getreten bin. Manchmal sind solche spontanen Sager aber wirklich ungünstig für den „Flapsilanten“.

Am Mittwoch in den Wien-Nachrichten ist dem Moderator Patrick Budgen so ein Satz entwichen, nach einem Beitrag über die Debatte über die Segnung von homosexuellen Paaren durch römisch-katholische Priester.

Ehe von Mann und Frau

Der Papst hat in einem neuen Dokument klargestellt, dass die Segnung auch weiterhin nicht möglich sein wird. Die römisch-katholische Kirche bleibt schlicht ihrem Glaubensbekenntnis treu: Die Ehe von Mann und Frau, und nur diese Ehe, ist Teil der Schöpfungsordnung Gottes. Homosexuelle werden individuell selbstverständlich gesegnet, sind doch vor Gott alle Menschen gleich. Das Sakrament der Ehe ist aber das für Mann und Frau als Paar.

Der Bericht im ORF war tendenziell, aber für ORF-Verhältnisse fast ausgewogen. Das innerkirchliche Pro und Contra ist zu Wort gekommen.

Aber dann! Der Beitrag war zu Ende. Patrick Budgen soll den nächsten Beitrag anmoderieren, muss aber dringend flapsig flatulieren und dem Beitrag noch ein verächtliches „Und das im Jahr 2021!“ nachwerfen.

Meine Meinung?

– Es liegt an der Natur der Flatulenz, dass sie jedermann passieren kann. Von einem von uns bezahlten Nachrichtenmoderator fordere ich dennoch mehr Professionalität oder wenigstens Gesetzestreue (ORF-Gesetz) ein.

– Es zeigt sich, welcher Wind hier noch immer weht. Der Wind des Zeitgeistigen. „Und das im im Jahr 2021“ ist ein Ausdruck der Verachtung desjenigen, das dem Zeitgeistigen nicht entspricht oder ihm gar widersteht und widerspricht.

– Es zeigt auch, dass der gute Mann tatsächlich glaubt: Was zeitgeistig ist, ist eo ipso richtig und gut und segensreich. Das kann zwar sein, muss es aber noch lange nicht. Allzu oft ist sogar das Gegenteil der Fall.

– Es zeigt sich, dass der ORF ein großes, negatives prinzipielles Vorurteil gegen alte Traditionen und Werte der Menschheit hat und das auch fleißig kultiviert. Stichwort „Cancel Culture“.

– Es zeigt sich doch, dass uns der ORF in einer Nachrichtensendung nicht informieren, sondern uns manipulieren, erziehen und bevormunden will. Ohn‘ Unterlass, unermüdlich und doch so ermüdend.

– Es zeigt sich, welchen moralischen Kompass der ORF hat. Gut ist, wer das Zeitgeistige liebt. Was zeitgeistig ist, bestimmt die Nomenklatura der links-bobo-gutmenschlichen Fernsehmacher aller 67 Geschlechter. Andersdenkende Menschen sind zurückgeblieben, ergo böse Menschen mit bedenklichem Charakter.

– Es zeigt sich auch die scheinbare Paradoxie: was der ORF lieber verbirgt, nämlich was der Islam für Homosexuelle übrig hat. „Und das im Jahr 2021“ kommt da dem ORF nie in den Sinn, daher in keinen Beitrag und daher schon gar nicht aus flapsig flatulierendem Moderatorenmunde. Widerspräche das doch der Infiltration unserer europäischen Gesellschaft und der mit ihr einhergehenden zeitgeistigen Vernichtung der europäischen Kultur.

Wissen Sie, was unser Glück ist, liebe Leser?

Wir leben im Jahr 2021! Es gibt immer mehr Alternativen zur Staatspropaganda. Wer suchet, der findet Information, Argumente, Erkenntnisse und kann sich einigermaßen mündig seine eigene Meinung bilden und auch den Widerspruch und den Widerstand üben, wenn die neue Diktatur ihr freches Haupt erhebt.

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