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Corona-Gipfel

Deutschland beschließt verschärften Oster-Lockdown

Es gelte damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause, wie es dazu im Beschlusspapier heißt.

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<p>Bild: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) / Bild: Metropolico</p>

Bild: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) / Bild: Metropolico

Berlin. – Deutschland geht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen über Ostern in den schärfsten Lockdown seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr. Das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben soll von 1. April bis einschließlich 5. April so weit wie möglich heruntergefahren werden. Das beschlossen die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in der Nacht auf Diestag. Der bereits geltende Lockdown wird insgesamt bis zum 18. April verlängert.

Zwei Ruhetage

So werden der Gründonnerstag und Karsamstag einmalig als Ruhetag definiert und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen verbunden. „Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause“, heißt es in dem Beschlusspapier. Nur am Karsamstag soll der Lebensmittelhandel im engeren Sinne geöffnet bleiben. Private Zusammenkünfte sollen auf den eigenen Haushalt und einen weiteren Hausstand, jedoch maximal fünf Personen beschränkt werden, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt werden und Paare als ein Haushalt gelten.

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Öffentliche Ansammlugen untersagt

Dem Beschluss zufolge werden Ansammlungen im öffentlichen Raum in dieser Zeit generell untersagt. Zudem muss die Außengastronomie, die zur Zeit schon offen hat, für diese fünf Tage erneut schließen. „Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker“, sagte Merkel nach den Beratungen. Das Land sei in einer sehr ernsten Lage mit exponentiell steigenden Fallzahlen, einer steigenden Belastung der Intensivstationen in den Kliniken und der Ausbreitung ansteckenderer Coronavirus-Varianten.

Keine Verschärfungen in Österreich

In Österreich sind indes keine Verschärfungen geplant. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Montagabend in der ZIB2 angedeutet, mit Plänen für schärfere Maßnahmen nicht durchgedrungen zu sein. Zuvor hatte die Regierung bei einer Pressekonferenz verkündet, dass die Gastroöffnung auf Eis gelegt werde, alles andere aber zunächst bleibe, wie es ist. Allerdings soll die Infektionszahl an sich nicht mehr das alleinige Entscheidungskriterium für künftige Öffnungsschritte sein. So müssten auch die Lage auf den Intensivstationen und die Impfrate einbezogen werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Am Dienstag wollen Vertreter der Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland beim „Ostgipfel“ über das weitere Vorgehen beraten. In diesen Ländern sei die Situation auf den Intensivstationen angesichts der starken Ausbreitung der britischen Virus-Mutation besonders angespannt.

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