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„Osterruhe“

In der Ost-Region kommen strenge Verschärfungen

In einem Verhandlungsmarathon endete das Gezerre um neue Corona-Regeln für die drei östlichen Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland erst in den frühen Morgenstunden in einer Einigung. Und die Zeichen stehen auf Verschärfung.

2 Minuten Lesezeit
<p>Symbolbild: Pixabay</p>

Symbolbild: Pixabay

Wien. – In allen drei Regionen liegt die 7-Tages-Inzidenz bei über 250 Fällen je 100.000 Einwohner – dies sind drei der vier höchsten Werte aller neun Bundesländer. Argumentiert wurde die Notwendigkeit einmal mehr mit einer angeblich drohenden Überlastung der Intensivbetten, welche die aktuellen Zahlen eigentlich nicht hergeben. Im Herbst hatte Türkis-Grün trotz eines freiheitlichen Vorschlags verabsäumt, die Intensiv-Kapazitäten zu erhöhen.

Landeshauptleute geben Druck letztendlich nach

Wie genau die Regelungen für die Bundeshauptstadt und die beiden Hauptherkunftsregionen ihrer Pendler ausschauen, wird erst im Laufe des Tages bekanntgegeben. Um diese Geheimniskrämerei aufrecht zu erhalten, fand auch der Ministerrat am Mittwoch ohne Medienvertreter statt. Eines ist klar: Die Regeln werden dort schärfer sein als in den übrigen sechs Bundesländern. Zuletzt war laut ORF über einen zwei- bis dreiwöchigen Lockdown für die ganze Ostregion verhandelt worden, nachdem die beigezogenen Experten den jeweiligen Landeshauptleuten wahre Horrorszenarien in Aussicht stellten.

Dass es zumindest Lockdown-ähnliche Maßnahmen werden dürften, lesen manche Beobachter aus dem kryptischen Hinweis von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) auf eine „Osterruhe“. Dass diese so streng wie in Deutschland ausfällt, wo in der Karwoche nicht einmal die Supermärkte öffnen dürfen, gilt allerdings dennoch eher als unwahrscheinlich. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hatte sich zuletzt aber immer wieder für strenge Verschärfungen ausgesprochen.

Ausreise-Testpflichten teilweise auch im Westen

Mit regionalen Ausreise-Testpflichten müssen sich indes immer mehr Kleinregionen herumschlagen – auch in Bundesländern, die eigentlich nicht allzu betroffen sind. Grund ist, dass der Automatismus dazu ab einer 7-Tages-Inzidenz von 400 Fällen greift. In einigen einwohnerschwachen Täler, Gemeinden und Ortschaften reichen dafür bereits wenige Testpositive aus, wie einige Fälle aus Kärnten zeigen.

Mit Unverständnis reagierte indes viele Bewohner des Bezirks Schwaz in Tirol. Dort fand bekanntlich unlängst eine große Impf-Aktion statt, an der sich auch zirka 46.000 der 64.000 Impfberechtigten beteiligten. Nach Erhalt der ersten Pfizer/BioNTech-Teilimpfung steht den Bürgern dort jetzt aber nicht die „Normalität“ ins Haus. Stattdessen gilt die Ausreise-Testpflicht eine Woche länger – obwohl die 7-Tages-Inzidenz (225) zum Zeitpunkt der Entscheidung im bundesweiten Schnitt lag.

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