YouTube-Zensur? Drei Fragen an Alex Malenki

Am Freitag hat YouTube den Kanal der rechten Satire-Sendung „Laut Gedacht“ gelöscht. Die TAGESSTIMME sprach deshalb mit Alex Malenki, der gemeinsam mit Philip Thaler Woche für Woche für das Videoformat vor der Kamera steht.

Interviewvon Redaktion
2 Minuten
<p>Alex Malenki (li.) und Philip Thaler (re.). Bild: Laut Gedacht.</p>

Alex Malenki (li.) und Philip Thaler (re.). Bild: Laut Gedacht.

TAGESSTIMME: Schon seit 2016 gibt es „Laut Gedacht“. Fast 200 Folgen wurden veröffentlicht und plötzlich löscht YouTube den Kanal. Was denkt man da im ersten Moment?

Alex Malenki: Zuerst habe ich gedacht: Danke Merkel! Als ich wirklich realisiert habe was da gerade passiert ist, wurde mir bewusst, wie viele Drehstunden, Recherchen, Aufnahmen und positive Erinnerungen da gerade mit einem Klick zensiert wurden. Zum Glück fiel mir dann relativ schnell ein, dass wir einfach alle Inhalte zu „Frei3“ laden können.

TAGESSTIMME: „Laut Gedacht“ ist ein rechtes Satire-Format. Das provoziert heutzutage natürlich. Deshalb die berühmte Frage: Was darf Satire?

Malenki: Bei Satire darf man keinen Spaß verstehen. Satire ist kein Spielzeug, sondern die schärfste Waffe im Alltag der Clownwelt.

Enthüllungen über die ÖVP
TAGESSTIMME: „Cancel Culture“ ist bereits seit einiger Zeit in aller Munde. Mit Blick auf Meinungs- und Kunstfreiheit: Wie schätzen Sie die Lage in Deutschland ein?

Malenki: Die Bundesrepublik ist am Ende. Wenn legale Meinungsäußerungen aus Angst vor dem besseren Argument gelöscht werden, weiß man, dass dem politischen Gegner die Bananenschalen ausgehen. Unser Weg hört nicht auf, eigentlich geht alles erst richtig los. Totgesagte leben länger. Wer in Zukunft was gegen den Maulkorb tun mag, teilt den „Frei3“-Link zum Format bei Instagram und Twitter. Mein persönliches Wort an das Würstchen im YouTube-Backoffice: Schmor in der Hölle!


„Laut Gedacht“ in den sozialen Netzwerken: Twitter | Frei3 | OdyseeTelegram 

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