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Düsseldorf beschließt Bau von LSBT-Denkmal am Rheinufer

Nachdem es im letzten Jahr noch Diskussionen um den „Erinnerungsort für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender“ gab, hat der Rat vor kurzem dem Bau auf der Apollo-Wiese zugestimmt. Die einzigen Gegenstimmen kamen von der AfD.

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<p>Symbolbild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:D%C3%BCsseldorf_Altes_Rathaus_2013.jpg">Helmlechner</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>, via Wikimedia Commons</p>

Symbolbild: Helmlechner, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Düsseldorf. – Bereits im Mai 2020 wurde entschieden, dass die Stadt Düsseldorf einen „LSBT-Erinnerungsort“ erhalten soll. In einem vom Kulturausschuss in Auftrag gegebenen Wettbewerb setzte sich der Entwurf „ein seltsam klassisches Denkmal“ des Kölner Künstlers Claus Richter durch. Hierfür suchte man schließlich noch einen geeigneten Standort. Die Mehrheit der Mitglieder des Düsseldorfer Stadtrats sprachen sich nun dafür aus, das Denkmal auf die Apollo-Wiese, zwischen Rhein und KIT, zu bauen.

Richters „seltsam klassisches Denkmal“ soll an die Opfer von Gewalt und Diskriminierung erinnern und ist „Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern“ (LSBT) gewidmet. Der Entwurf dazu sieht ein klassisches Bronzedenkmal vor, das vier lebensgroße Figuren auf einem Sockel abbildet. Diese strecken heroisch die Fäuste gen Himmel.

Denkmal sorgte im Vorfeld für Diskussionen

In der Vergangenheit hatte es um das Denkmal, welches die Stadt 200.000 Euro kosten wird, Diskussionen gegeben. So kritisierte beispielsweise Alexander Fils (CDU) im letzten Jahr, dass das Kunstwerk der Abbildung nach „zweifelhaft aussehe“. Die nach oben gestreckten und geballten Fäuste würden an die Bildsprache der 1920/30er Jahre erinnern, die unter anderem von links- und rechtsextremistischen Gruppierungen genutzt worden sei. Damals meldete die Union noch einmal Beratungsbedarf an. Schließlich stimmte eine Mehrheit aus SPD, Linken, Grünen und FDP der Beschlussvorlage im Kulturausschuss zu. Die CDU enthielt sich. Als vor ein paar Tagen nun über den Vorschlag des Standorts des Denkmals abgestimmt wurde, stimmte sie jedoch für den Bau auf der Apollo-Wiese.

AfD: Keine Renaissance sozialistischer Ästhetik

Uta Opelt, Ratsfrau der AfD, fand dazu in ihrem Redebeitrag während der Ratssitzung klare Worte: „Wenn Claus Richter seine Skulpturengruppe als ein ‚seltsam klassisches Denkmal‘ bezeichnet, so kann man ihm wahrlich nur beipflichten. Und seltsamerweise erinnert mich das auch stark an meine DDR-Vergangenheit: Volkserziehung durch vermeintliche Kunst.“ Opelt könne Fils‘ ursprüngliche Einschätzung des Entwurfes teilen, dass man es hier mit einer „äußerst irritierenden Darstellung“ zutun habe. Man frage sich jedoch, welcher Einfluss auf Fils und die gesamte CDU-Fraktion unternommen wurde, diesem Vorhaben nun doch noch zuzustimmen, so Opelt weiter. Ihr scheint, die CDU habe „sich teilweise aus Überzeugung, teilweise zum Macherhalt dem rot-grünen Zeitgeist unterworfen“.

Für die AfD-Politikerin stellt das geplante Denkmal kein „Zeichen des Zusammenhaltes, des Miteinanders, der Akzeptanz, der Vielfalt des Normalen“ dar, sondern eines des „Gegeneinanders der Geschlechter und Orientierungen“. Das Denkmal würde spalten, anstatt zu einen. „Das was als nötiger und längst geführter Kampf gegen Diskriminierung und sexuelle Unterdrückung begann, wird jetzt in sein Gegenteil verkehrt: in eine moralische Überheblichkeit gegenüber dem Normalen“, so Opelt. Und weiter: „Eine solche Renaissance sozialistischer Ästhetik mit monströsen Inhalten will die Alternative für Deutschland nicht, auch nicht in Düsseldorf.“

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