Corona, Wahlen & Co.

CNN-Insider plaudert über mediale Manipulation

Für viele Bürger dürfte die grundsätzliche Stoßrichtung der jüngsten „Project Veritas“-Enthüllung vor allem das bestätigen, was sie längst ahnten. Neu ist allerdings die Offenheit, mit der ein hochrangiger Mitarbeiter eines wichtigen Nachrichtensenders über die Meinungsmache seiner Station spricht.

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<p>Symbolbild (CNN Center, Atlanta): Ken Lund via <a href="https://www.flickr.com/photos/kenlund/6120635426">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (CNN Center, Atlanta): Ken Lund via Flickr [CC BY-SA 2.0] (Bild zugeschnitten)

Atlanta. – Einmal mehr gelang es dem Projekt des Investigativjournalisten James O’Keefe, unglaubliche Vorgänge aufzudecken. Diesmal schickte er eine Mitarbeiterin zur Undercover-Recherche. Bei gleich fünf als Tinder-Dates eingefädelten Treffen entlockte sie Charlie Chester, einem Technical Director von CNN, pikante Details über die Art und Weise, wie beim der demokratischen Partei nahestehenden Sender die öffentliche Meinung beeinflusst wird.

Totenzahlen als Angstmache für die Quote

Vor wenigen Tagen – es war bereits der zweite Teil des Leaks – wurde das Video publik, in dem Chester ganz offen zugibt, dass der Sender mit der Angst der Menschen arbeitet, um die Einschaltquoten zu erhöhen. Gute Nachrichten, außer es seien verbindende Ereignisse wie die Mondlandung, würden die Menschen selten dauerhaft vor die Schirme bannen. Bei schlechten Neuigkeiten gehe dies vor allem, indem man den Bürger in Angst und Schrecken versetzt.

Enthüllungen über die ÖVP

Dabei spricht er von einer Dienstanweisung von oberster Stelle, nach Möglichkeit die Zahl der Corona-Toten ständig einzublenden. CNN-Präsident Jeff Zucker habe sogar höchstpersönlich in der Regie angerufen, um dies zu erwirken. Dabei sei gezielt auch auf die Erwähnung der Genesenenzahlen verzichtet worden. Gute Nachrichten verpacke man lieber in ein eigenes Segment am Ende der Sendung, um die Zuschauer mit einem guten Gefühl auf die Reise zu schicken.

Gezielte Kampagnen auch gegen Trump & Republikaner

Warum er mit diesen Interna vor seiner Gesprächspartnerin prahlt, ist unklar. Allerdings lässt Chester durchklingen, dass er und andere Mitarbeiter mit dieser Arbeitsweise nicht wirklich einverstanden seien. Die Leute seien froh, eine Arbeit zu haben – und würden auf dem Weg ihr journalistisches Ethos verraten, um den unterschiedlichen, erwünschten Agenden zu entsprechen.

An wirklich unabhängigen Journalismus glaubt Chester nicht mehr, außer vielleicht im Podcast eines freien Reporters, der aus seinem Keller streamt. Sogar bei Interviews versuche man bei CNN, das Gespräch in eine bestimmte Richtung zu steuern. Das Ziel sei die Veränderung der Welt nach eigenen Vorstellungen. Bei der Trump-Abwahl habe dies sogar funktioniert. Auch gegen anderen Kandidaten seiner Republikaner habe man gezielte politische Kampagnen gefahren.

O’Keefe: „Sollte Weckruf für Journalisten sein“

Aus der Sicht von O’Keefe sind solche Worte ein Offenbarungseid: „Chester ist im vollen Wissen, dass CNN manipuliert. Seine Worte sollten ein Weckruf für alle Journalisten bei großen Medienkonzerne sein, die ihr Handwerk noch ernst nehmen.“ Er kündigte einen dritten Teil an, in dem es um einen angeblich konkreten Kampagnenplan von CNN gehen soll, die Realität per einseitiger Berichterstattung zurechtzubiegen.

Es ist nicht die erste bahnbrechende Enthüllung von Project Veritas. Wie die TAGESSTIMME vor wenigen Monaten berichtete, erwischte man einst einen Medienanwalt eines öffentlichen Senders bei Fantasien, die Kinder von Trump-Wählern in Umerziehungslager zu verfrachten. Ebenso brisant war eine Video-Reihe, bei der es gelang, sich in eine berüchtigte Antifa-Gruppe einzuschleußen. In der Folge legte man die paramilitärischen Taktiken der Linksextremisten offen.

Twitter-Sperre: Folge der brisanten Enthüllung?

Nun scheint es allerdings so, als habe sich O’Keefe endgültig mit zu mächtigen Gegnern angelegt. Denn kurze Zeit nach den Enthüllungen löschte Twitter sein Nutzerkonto mit fast einer Million Followern. . Das Big-Tech-Unternehmen behauptet, er habe gegen die Richtlinien verstoßen, dass Nutzer nur ein Konto halten dürfen. Der Anwalt des Betroffenen wies die Unterstellung aber weit von seinem Mandanten: „James O‘ Keefe besitzt keine Fake-Accounts. Twitters Behauptung ist schlichtweg unwahr.“ Man wolle sich rechtliche Schritte gegen das Unternehmen vorbehalten.

Auch diverse Akteure aus dem konservativen Lager hingegen orten in Twitters Erklärung einen billigen Vorwand. Sie sehen einen klaren zeitlichen Zusammenhang mit der mutigen und riskanten Aufdecker-Arbeit von O’Keefe und seinem Team. Donald Trump Jr., Sohn des Ex-Präsidenten, schrieb etwa: „Falls Sie noch nicht gemerkt haben, wie der Hase läuft: CNN macht Propaganda, damit Demokraten gewählt werden. Und dann interveniert Twitter, um CNN zu schützen. Sie machen alle gemeinsame Sache.“


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