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Das war die ÖH-Wahl

Drei Fragen an RFS-Chef Matthias Kornek

Vergangene Woche wählten die österreichischen Studenten ihre Studienvertretung (HIER zu den Ergebnissen). Gerade einmal 15 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Die TAGESSTIMME sprach mit dem Obmann des Ringes Freiheitlicher Studenten (RFS), Matthias Kornek, über die ÖH-Wahl.

Interviewvon Redaktion
2 Minuten Lesezeit
<p>RFS-Bundesobmann Matthias Kornek.</p>

RFS-Bundesobmann Matthias Kornek.

TAGESSTIMME: Die ÖH-Wahl ist geschlagen. Doch die Wahlbeteiligung war noch nie so gering wie dieses Mal. Was könnten die Gründe dafür sein?

Matthias Kornek: Bereits die Wahlbeteiligungen der vergangenen ÖH-Wahlen von rund 25 Prozent waren aus unserer Sicht demokratiepolitisch bedenklich und zeigen, dass sich die Studenten von ihrer gesetzlichen Interessenvertretung schon länger abgewandt haben. Der neuerliche Beteiligungseinbruch bei dieser ÖH-Wahl war zum einen sicherlich der Corona-Situation geschuldet, da viele Studenten an den Wahltagen nicht an ihren Hochschulorten waren. Zum anderen muss man aber auch klar festhalten, dass gerade jüngere Studenten überhaupt keine Ahnung haben, wer die ÖH ist oder was diese macht.

Hat die ÖH bei dieser niedrigen Wahlbeteiligung nicht auch ein Legitimitätsproblem?

Die aktuelle Wahlbeteiligung von 15,7 Prozent ist ein neuer Tiefpunkt der Hochschulpolitik, welcher die Daseinsberechtigung der ÖH natürlich infrage stellt. Wir fordern als einzige Fraktion bereits seit Jahrzehnten, dass die Zwangsmitgliedschaft endlich abgeschafft und durch ein Modell, das auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, ersetzt wird. Die Zwangsbeglückung der Studenten mit Leistungen, die die meisten nicht in Anspruch nehmen möchten, muss beendet werden. Nach dieser Wahl ist unsere Forderung aktueller denn je.

Der RFS konnte zumindest prozentual ein wenig zulegen. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Ziel war es, in dieser schwierigen Situation, unser Mandat zu halten, um auch weiterhin eine freiheitliche Interessenvertretung sicherzustellen. Obwohl die Wahlbeteiligung massiv eingebrochen ist, konnten wir unsere Wähler großteils halten und haben dadurch einen Zugewinn erreichen können. Wir haben einen professionellen Wahlkampf aufgezogen, in dem wir engagiert und beherzt für ein besseres Ergebnis gekämpft haben. Das ist uns gelungen.


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