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Auch in Linz

Immer mehr gelbe Schilder warnen vor Islamisten

Die Aktion einiger rechter Aktivisten in Wien sorgte für Aufsehen und medialen Widerhall. Nun folgen weitere Personen in anderen Städten – etwa in Linz und St. Pölten – dem Beispiel und markieren Einrichtungen, die dem politischen Islam nahestehen sollen, mit Warnschildern.

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<p>Bilder: (C) Patrioten in Bewegung / Komposition: Tagesstimme</p>

Bilder: (C) Patrioten in Bewegung / Komposition: Tagesstimme

Linz/St. Pölten. – Das Hickhack um die sogenannte „Islam-Landkarte“ und die Kritik daran, insbesondere aus dem linken Spektrum und von muslimischen Vertretern, geht weiter. Was ebenso weitergeht, sind die symbolischen Aktionen aus dem patriotischen Lager, welche die Datenlage dafür nützen wollen, die Bevölkerung über radikale Moscheen in ihrer Umgebung zu warnen. Damit verbunden ist auch die Forderung nach der Schließung derartiger „Islamistentreffs“ und die Abschiebung radikaler Prediger.

Islamismus in Linz: Nehammer und die Schweigemauer

Ein besonderes Augenmerk verdient dabei die Aktion in Linz. Denn auch die Stahlstadt kämpft seit Jahren mit den Ausläufern des politischen Islam. Wie gefährlich diese Lage werden kann, zeigte sich erst am Mittwoch erneut, als ein Bosnier (26) nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei einen Beamten mit dem Auto hunderte Meter weit mitschliff und dabei immer wieder einen Koran aus dem Fenster hielt.

Und tatsächlich mangelt es in der Stadt nicht an islamistischem Potenzial. Wie groß dieses ist, ist allerdings unbekannt, da Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bei der Beantwortung eine parlamentarische Anfrage der Freiheitlichen zur Erhebung, wie viele islamistische Gefährder es in Linz gebe, über dieses Detail keine Auskunft geben wollte.

Drei radikale Moscheen bekamen Warnschilder

Patriotische Aktivisten wollten das virulente Problem in ihrer Heimatstadt aber sichtbar machen und schritten zu Werke. Dafür besuchten sie den Nahbereich von drei auf der Islam-Landkarte verzeichneten Einrichtungen. Der Aktionsblog „Widerstand in Bewegung“ dokumentierte dies auf Twitter und in seinem Telegram-Kanal:

ÖVP und SPÖ mit Kontakten zu Islamisten?

Das Thema politischer Islam in Linz hat aber noch eine zusätzliche Brisanz: Denn auch in der oberösterreichischen Landeshauptstadt scheint der Kampf gegen den politischen Islam für die Altparteien nur ein Lippenbekenntnis zu sein. So sorgten Kontakte der Stadt-SPÖ zum Verein Avrasya in der Humboldtstraße – eine der von den Aktivisten bedachten Einrichtungen – jahrelang für Schlagzeilen. Dabei soll es sich um eine Einrichtung im Dunstkreis der nationalistischen „Grauen Wölfe“ handeln.

Aber auch die Volkspartei ist nicht frei von Sünde. Wie der oberösterreichische Wochenblick unlängst berichtete, nahm die ÖVP unlängst an der „Woche der Vielfalt“ in Linz teil. Ebenso mit im Boot bei der Integrationsveranstaltung: Der türkisch-islamische Verein ALIF. Dieser soll der radikalen Milli-Görüs-Bewegung nahestehen. Besonders brisant: Diese Einrichtung ist zwar auf der Islam-Landkarte gelistet – ihre pikanten Verbindungen werden aber ausgespart.

Auch in St. Pölten wurde vor Islamisten gewarnt

Bereits zuvor waren auch Aktivisten in der niederösterreichischen Hauptstadt St. Pölten dem Beispiel ihrer Wiener Kollegen gefolgt. Auch hier wurden drei Einrichtungen ausgewählt, die im Verdacht stehen, ein radikales Profil zu pflegen.

Falter-Chefredakteur bezeichnet Aktivisten als „Neonazis“

Obwohl sich die Schilder-Aufhänger auf tatsächlich als radikal geltende Vereine und Moscheen beschränkten, verloren linke und muslimische Akteure in den vergangenen Tagen ob der Aktionen völlig die Fassung. Eine besondere Entgleisung leistete sich dabei Falter-Chefredakteur Florian Klenk. Der Journalist betitelte die Aktivisten infolge der Aktion in St. Pölten nämlich ohne jeden Beleg einfach als „Neonazis“.

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