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Ministerbeschluss soll regionale öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln stärken

Am Mittwoch wurde im Ministerrat beschlossen, dass öffentliche Küchen möglichst nur noch regionale Produkte einkaufen dürfen.

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<p>Symbolbild: Traktor bei der Feldarbeit / Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/dirkvorderstrasse/34007295632">Flickr</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC BY-NC 2.0</a></p>

Symbolbild: Traktor bei der Feldarbeit / Bild: Flickr CC BY-NC 2.0

Wien. – Im Rahmen des Aktionsplans Nachhaltige Beschaffung wurden heute im Ministerrat Vorgaben für den Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kantinen in Bundeszuständigkeit beschlossen. Damit gelangt das entsprechende Vorhaben des Regierungsprogramms in Umsetzung. Vorgesehen ist demnach, dass der monetäre Anteil an Bio-Lebensmitteln ab dem Jahr 2023 bei 25 Prozent, ab 2025 bei 30 Prozent und ab 2030 bei 55 Prozent liegen muss. Das Netzwerk der österreichichischen Biobauern (Bio Austria) begrüßt die heutige Beschlussfassung.

Lob und Kritik von Bio Austria

„Damit wird ein wichtiges Anliegen und eine langjährige Forderung des Verbandes umgesetzt: die Einführung eines verbindlichen Bio-Anteils in öffentlichen Küchen in Bundeszuständigkeit“, erklärt Bio-Austria-Obfrau Gertraud Grabmann in einer Aussendung. Nun gelte es, die Umsetzung der Vorgaben in der Praxis sicherzustellen. Neben dem Lob gab es aber auch Kritik. So merkte Grabmann an, dass im Aktionsplan keine Verpflichtung zur Bio-Zertifizierung der Verpflegungseinrichtung des Bundes durch eine Bio-Kontrollstelle vorgesehen ist, „was aus Gründen der Nachvollziehbarkeit und Transparenz sinnvoll gewesen wäre“. Als Wehmutstropfen bleibe zudem, dass die verbindlichen Vorgaben zum Bio-Anteil erst mit dem Jahr 2023 schlagend werden und nicht bereits früher.

„Regionalität Gebot der Stunde“

Die Herkunft von Produkten hingegen, die in Kantinen des Bundes verwendet werden, also etwa Fleisch, Eier und Milch, muss in Zukunft gut sichtbar in der Ausgabe der Bundeskantine aufliegen. Regionale Beschaffung sei das Gebot der Stunde, „denn kurze Transportwege, höchste Tierwohl- und Produktionsstandards, sowie die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe schonen unsere Umwelt und schaffen Arbeitsplätze in den Regionen“, so der steirische ÖVP-Landesrat Hans Seitinger.

Mehr Regionalität in öffentlichen Einrichtungen sei seit Jahren ein zentrales Anliegen des Bauernbundes. Die Corona-Krise habe die Dringlichkeit einer starken, heimischen Lebensmittelversorgung verdeutlicht, erklärt Bauernbund-Präsident Georg Strasser. Mit dem heutigen Ministerratsbeschluss habe man einen Meilenstein für Österreichs Bauernfamilien und den Klimaschutz geschaffen. „Unser jahrelanger Ruf nach mehr Regionalität wurde gehört.“

Heimische Landwirtschaft unterstützen

Laut Bundesministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) essen täglich 1,8 Millionen Personen außer Haus, rund 450.000 Personen davon in öffentlichen Einrichtungen. Das sei ein enormer Hebel, mit dem aktiv das Klima geschützt und gleichzeitig die heimische Landwirtschaft unterstützt werden könne. Mithilfe des Projekts „Österreich isst Regional“ will man dem Ziel, also die Beschaffung von Lebensmitteln zu 100 Prozent aus der Region, einen wichtigen Schritt näher kommen.

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