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Patriotische Jugendpolitik

Drei Fragen an Matthias Lehner

In Graz, der zweitgrößten Stadt Österreichs, regiert seit 2017 eine Koalition aus ÖVP und FPÖ. Die TAGESSTIMME sprach mit Matthias Lehner, dem neuen Obmann der Grazer Freiheitlichen Jugend, über Jugendpolitik und die besonderen Herausforderungen für patriotische Jugendorganisationen.

Interviewvon Redaktion
2 Minuten Lesezeit
<p>Bild: FPÖ Graz.</p>

Bild: FPÖ Graz.

TAGESSTIMME: Du wurdest vor kurzem zum neuen Obmann der Freiheitlichen Jugend in Graz gewählt. In Graz regiert die FPÖ sogar in der Stadtregierung mit, bei Jungwählern schneidet sie aber besonders schlecht ab. Was sind die Gründe dafür?

Matthias Lehner: Insbesondere in den Schulen werden junge Menschen ganz gezielt politisiert und Stimmung gegen uns Freiheitliche gemacht. Für Jugendliche, die patriotisch denken, ist es schwer, sich öffentlich zu bekennen und damit auch ihre Standpunkte in die Diskussion einfließen zu lassen – oft aus Angst vor Repression durch eine größtenteils linke Lehrerschaft. Hier muss die Freiheitliche Jugend ansetzen: Wir müssen jungen Menschen das Selbstbewusstsein und den sozialen Rückhalt geben, öffentlich – sei es in Klassenzimmern oder im Vereinsleben – zu patriotischen Grundhaltungen stehen zu können.

Wo muss erfolgreiche Jugendpolitik ansetzen? Wo siehst du das größte Verbesserungspotential?

Wir dürfen Politik niemals aus einer Defensivhaltung betreiben. Immer nur zuzuschauen, wenn Linke die öffentliche Debatte zu ihren Gunsten zu verschieben und sich dann zu wundern, warum besonders bei jungen Menschen Unverständnis über freiheitliche Ideen vorherrscht, ist der falsche Weg.

Wir sehen diese Entwicklung besonders deutlich im Bereich der Umweltpolitik: Seit Fridays for Future haben wir die Deutungshoheit in diesem entscheidenden Zukunftsthema aus der Hand gegeben. Dabei gibt es mit unserer Kritik an einem grenzenlosen Globalismus, der Menschen ausschließlich als Konsumenten und Produktionsfaktoren sieht, mehr als genug zu diesem Thema zu sagen. Unser freiheitliches Motto „Umweltschutz ist Heimatschutz“ müssen wir endlich wieder mit Leben und konkreten Forderungen erfüllen. Hier sind insbesondere Jugendorganisation wie die Freiheitliche Jugend gefragt.

Was werden die Schwerpunkte für deine Amtsperiode sein?

In erster Linie wird es darum gehen, gleichgesinnte Personen für eine Mitarbeit in der Freiheitlichen Jugend zu begeistern. Gleichzeitig arbeiten wir bereits mit Hochdruck an der Ausarbeitung von konkreten Konzepten, die auch in der Stadt Graz umsetzbar sein sollten. Personen, die sich für die verschiedensten politischen Themen engagieren wollen und sich mit unseren Werten identifizieren können, sind bei uns jederzeit willkommen!


Zur Person:

Matthias Lehner ist seit Juni 2021 Obmann der Freiheitlichen Jugend Graz. Er ist 19 Jahre alt und Maschinenbautechnik-Lehrling.

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