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Regenbogen und Kniefall

Manuel Neuer begrüßt politische Statements

Der Torwart der deutschen Nationalmannschaft meint, die Spieler wären wichtige Vorbilder für Kinder und Jugendliche. Er freue sich über die „positive Resonanz“ auf das Tragen seiner „Regenbogen-Armbinde“.

2 Minuten Lesezeit
<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Manuel_Neuer,_Germany_national_football_team_(07).jpg">Steindy (talk) 10:35, 27 June 2011 (UTC)</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>, via Wikimedia Commons</p>

Berlin. – Manuel Neuer, Kapitän und Torwart der deutschen Nationalelf, sorgt mit dem Tragen seiner „Regenbogen-Kapitänsbinde“ während der EM schon seit Tagen für Aufsehen. Die einen feiern es als Zeichen für „Vielfalt“ und eine „offene und tolerante Gesellschaft“, bei den anderen ruft es nur erstauntes Kopfschütteln hervor. Manch einer empört sich über die zunehmende politische Instrumentalisierung des Fußballs. Neuer äußert sich nun explizit dazu. Wie die Junge Freiheit berichtet, bewertete er es in einem Interview mit dem Magazin Kicker positiv, dass die deutsche Nationalmannschaft zuletzt stärker politisch Stellung bezog.

„Neues gesellschaftspolitisches Bewusstsein“ in der DFB-Elf

Generell hätte sich nach Ansicht Neuers seit geraumer Zeit ein „neues gesellschaftspolitisches Bewusstsein“ in der Nationalmannschaft gebildet. „Es war in der Vergangenheit oft so, dass wir uns politisch nicht so positioniert haben und stattdessen den Richtlinien, wie es immer gewesen ist, gefolgt sind. Jetzt hat – auch dank der sozialen Medien – jeder Einzelne mehr Einfluss, etwas zu bewegen“, erklärte er im Kicker-Interview. Und weiter: „Wir möchten der Nationalmannschaft ein Gesicht geben und den Menschen zeigen, dass es außerhalb des Fußballs wichtige Dinge gibt, auf die wir hinweisen und hinter denen wir stehen. Wir sind für viele Kinder und Jugendliche Vorbilder, und ich denke, dass wir da gerade ein positives Bild abgeben“.

Neuer lobt Niederknien als Zeichen gegen Rassismus

Neuer zeigt sich auch erfreut über die positive Resonanz, die seine „Regenbogen-Armbinde“ nach dem EM-Spiel gegen Ungarn scheinbar ausgelöst habe und hielt sie bei einem Interview nach dem Spiel demonstrativ in die Kamera. „Ich finde es gut. Daran sieht man, wo wir stehen in unserer Gesellschaft, und dass wir 2021 in Mitteleuropa so weit sind, dass wir als offene, tolerante Gesellschaft eine solche Aktion als sehr positiv empfinden“, findet Neuer und ergänzte noch: „Eigentlich habe ich von unserer Bevölkerung nichts Anderes erwartet, und wir als Mannschaft können nur sagen, dass wir dafür sehr dankbar sind“. Er kündige an, auch am Dienstag im Achtelfinale gegen England besagte „Regenbogen-Armbinde“ zu tragen. Über dies lobte er das Niederknien der englischen Spieler als Zeichen gegen Rassismus und der Solidarisierung mit der „Black Lives“-Bewegung. Für dieses „Zeichen“ werden sie teilweise von den gegnerischen und auch den eigenen Fans ausgepfiffen.

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