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Bayern führt Islam-Unterricht an Schulen ein

Ein Gesetzentwurf zur Einführung eines Islamunterrichts an bayrischen Schulen hat den Landtag passiert. Gegenstimmen kamen von AfD und Grünen. Während die einen das Gesetz für verfassungswidrig halten, geht es den anderen nicht weit genug.

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<p>Symbolbild / Klassenzimmer: By Klasse9a-projekt [Public domain], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Klassenzimmer-viktor-von-scheffel.JPG">from Wikimedia Commons</a> / Bild Muslimas (CC0) / Collage: Die Tagesstimme</p>

Symbolbild / Klassenzimmer: By Klasse9a-projekt [Public domain], from Wikimedia Commons / Bild Muslimas (CC0) / Collage: Die Tagesstimme

München. – Ab dem kommenden Schuljahr soll es an mehr als 350 bayrischen Schulen das Wahlpflichtfach „Islamischer Unterricht“ geben. Das hatte der Landtag gebilligt. Demnach wird das Fach künftig statt Religionslehre und neben Ethik als Fach wählbar sein. Der deutschsprachige Unterricht soll Wissen über den Islam sowie eine grundlegende Werteorientierung „im Geiste der Werteordnung des Grundgesetzes und der bayerischen Verfassung“ vermitteln.

AfD und Grüne stimmten gegen den Gesetzentwurf. Während die AfD einen eigenen Islamunterricht generell ablehnt, ging der Entwurf den Grünen nicht weit genug. „Wir wünschen uns kein zweites Ethikfach mit besonderer Erwähnung des Islam, sondern konfessionsgebundenen Unterricht“, wird Gabriele Triebel von den Grünen zitiert. Der AfD-Politiker Markus Bayerbach erklärte dagegen, es sei „naiv zu glauben, dass der Islam eine Religion des Friedens und der Toleranz sei“. Seine Partei kündtigte eine Klage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichthof an, da sie das Gesetz für verfassungswidrig hält.

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