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Bessere Planbarkeit

FPÖ fordet Schulgipfel noch im Juli

Bildungsminister Heinz Faßmann will im August sein Konzept für den Schulbetrieb im Herbst genauer vorstellen. Das sei zu spät, findet die FPÖ.

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<p>Herbert Kickl (F) am Rednerpult. Foto: © Parlamentsdirektion / Johannes Zinner (zugeschnitten)</p>

Herbert Kickl (F) am Rednerpult. Foto: © Parlamentsdirektion / Johannes Zinner (zugeschnitten)

Wien. – Am Montag haben FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl und FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl von der Regierung einen Schulgipfel noch im Juli gefordert, bei dem Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sein Konzept vor Gesundheits- und Bildungsexperten, Oppositionsparteien sowie Lehrer-, Schüler- und Elternvertretern präsentieren soll. Eigentlich will Faßmann sein Konzept im Detail im August präsentieren. Schüler, Eltern und Lehrer bräuchten aber jetzt schon klare Pläne für das Schuljahr, so Kickl. Die FPÖ kritisiert auch, dass Faßmanns Konzept auf Tests beruhen könnte.

Bildungsrückstände rasch aufholen

Die FPÖ habe schon im Juni zahlreiche Vorschläge für einen gewohnten Schulbetrieb im Herbst vorgestellt, heißt es in einer Aussendung. So müssten unter anderem die Bildungsrückstände rasch aufgeholt werden. Ab Herbst sollte es daher eine Teilung der Klassen in den Kernfächern unter Berücksichtigung des Schultyps geben, erklärte Brückl. Es gehe darum, für zwei Jahre die Klassen in den Kernfächern zu teilen, um dadurch eine höhere Bildungsintensivität zu erreichen und einen großen Teil des Bildungsverlustes wieder aufholen zu können.

Zusätzlich sollten in den ersten vier Wochen nach Schulbeginn an den Nachmittagen Blockveranstaltungen abgehalten werden, so Brückls Vorschlag. Um für diese Aufgaben die notwendigen Personalressourcen zu gewährleisten, sollte eine Einbindung von außerschulischen Bildungs- und Nachhilfeinstituten angestrebt werden. „Zudem könnten auch Lehramtsstudenten gegen Bezahlung in den Sommerschulen beziehungsweise bei den Klassenteilungen eingesetzt werden“.

FPÖ will keinen Impf-, Test-, und Maskenzwang

Kickl und Brückl sind sich einig, dass das Distance Learning endgültig Geschichte sein muss und dass Kurz, Faßmann und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) noch im Juli Pläne für einen normalen Schulbetrieb im Herbst präsentieren sollten. Denn Schüler, Eltern und Lehrer bräuchten eine Planbarkeit in Form der gewohnten alten Normalität – „und in dieser dürfen Impf-, Test- und Maskenzwang keine Rolle mehr spielen“, sagten Kickl und Brückl.

Dass Faßmanns Konzept auf Tests beruhen könnte, ließ der Kanzler nämlich bei seinem Besuch in New York durchblicken. Laut Kurz gebe es jedenfalls ein „klares Commitment zum Präsenzunterricht“ im Herbst. Er sagte aber auch, dass die Infektionszahlen in Österreich bald wieder steigen würden und appellierte daher an alle Bürger, sich impfen zu lassen. Das Virus werde nicht verschwinden, es werde bleiben und uns noch Jahre beschäftigen. Doch „für jeden, der geimpft ist, ist die Pandemie vorbei. Für jeden, der nicht geimpft ist, ist das Virus ein massives Problem“, sagte Kurz im Gespräch mit österreichischen Journalisten.

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