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Frankreich

Brandstifter von Nantes tötete Priester

In Frankreich ist ein katholischer Priester getötet worden. Der Täter soll vor einem Jahr die Kathedrale von Nantes angezündet haben und seitdem nicht ausgewiesen worden sein. Die Rechtspolitikerin Marine Le Pen spricht deshalb von einem „völligen Versagen des Staates“.

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<p>Symbolbild: Wagen der französischen Polizei / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Renault_M%C3%A9gane_III_Police_nationale_%C3%A0_Nice.jpg" title="via Wikimedia Commons">Robinson. B</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Wagen der französischen Polizei / Bild: Robinson. B / CC BY-SA (Bild zugeschnitten)

Vendée. – Im westfranzösischen Départment Vendée wurde am Montag ein katholischer Priester ermordet. Medienberichten zufolge stellte sich der Täter selbst der Polizei. Bei ihm soll es sich um denselben Mann handeln, der im Zuge der Ermittlungen zum Brand der Kathedrale von Nantes im Juli 2020 festgenommen worden war (TAGESSTIMME berichtete). Der Mann aus Runada wurde zunächst in Untersuchungshaft genommen und später unter richterlicher Aufsicht freigelassen. Gegen ihn habe eine Ausweisungsverfügung vorgelegen, da jedoch die richterliche Aufsicht nicht aufgehoben wurde, sei eine Abschiebung nicht möglich gewesen, heißt es u.a. in der Jungen Freiheit.

Asylantrag des Täters wurde vor Jahren abgelehnt

Der 40-jährige Täter sei am 29. Juli dieses Jahres aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden, in der er einen Monat lang in Behandlung gewesen sei, berichten französische Medien, die sich auf eine Quelle der Nachrichtenagentur AFP beziehen. Der getötete 60 Jahre alte Priester habe ihn seit längerem in der Missionsbrüderschaft in Mortagne-sur-Sèvre beherbergt, heißt es weiter. Das Motiv des Mannes sei noch unklar.

Der Afrikaner lebt seit dem Jahr 2012 in Frankreich. Einen Asylantrag stellte er im Februar 2013. Dieser wurde jedoch im Jahr 2015 abgelehnt. Er wurde deshalb aufgefordert, das Land innerhalb von 30 Tagen zu verlassen, blieb aber in Frankreich und engagierte sich ehrenamtlich beispielsweise beim Rotes Kreuz oder dem Katholischem Hilfswerk, berichtet Valeurs actuelles. Im Jahr 2018 wurde er offiziell freiwilliger Helfer in der Kathedrale von Nantes, welche er zwei Jahre später in Brand steckte.

Le Pen prangert „Versagen des Staates an“

Marine Le Pen, Chefin der französischen Rechtspartei Rassemblement National, spricht nach der Ermordung des Priesters von einem „vollständigen Versagen des Staates und von Gérald Darmanin“, Frankreichs Innenminister. „In Frankreich kann man sich also illegal aufhalten, die Kathedrale von Nantes anzünden, nie abgeschoben werden, und rückfällig werden, indem man einen Priester ermordet“, twitterte sie. Das, was in Frankreich geschehe, sei „von beispielloser Schwere“.

In Frankreich kam es in letzter Zeit immer wieder zu Anschlägen gegen die katholische Kirche. So ermordeten in der nordfranzösischen Stadt Saint Etienne du Rouvray zwei Bewaffnete einen Geistlichen. Im südfranzösischen Nizza tötete ein Tunesier in der Basilika Notre-Dame von Nizza drei Menschen mit einem Messer im vergangenen Oktober. Und 2019 war in der Region Oise ein 90 Jahre alter Priester verprügelt und erstickt worden.

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