AfD - unsere Wirtschaft verteidigen
Werbung

„Kleiner Stich“

Van der Bellen rührt weiter Werbetrommel für Impfung

Die Corona-Impfbereitschaft in Österreich ist in den letzten Wochen gehörig ins Stocken geraten. Immer wieder tauchen Berichte über sogenannte „Impfdurchbrüche“ auf, wo Menschen sich nach einer doppelten Dosis der Vakzine dennoch anstecken. Vor dem drohenden weiteren Image-Verlust appelliert jetzt auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen eindringlich an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen.

3 Minuten
<p>Bild: Alexander van der Bellen / Manfred Werner (Tsui) [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frauen-Fu%C3%9Fballnationalmannschaft_%C3%96sterreich_EM_2017_Empfang_Bundespr%C3%A4sident_05_Alexander_Van_der_Bellen.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Alexander van der Bellen / Manfred Werner (Tsui) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Wien. – Der Aufruf des Staatsoberhauptes ereignet sich inmitten einer Debatte über eine Verschärfung der bisherigen Corona-Maßnahmen in Österreich. Mehrere wichtige Politiker plädieren auf Landes- und Bundesebene für eine 1G-Regel für weite Teile des öffentlichen Lebens, auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kann sich diese teilweise vorstellen. Seit Freitag können regionale Verschärfungen sogar an die Durchimpfungsrate vor Ort gekoppelt werden.

VdB: „Seien Sie Teil der Lösung“

In einer Videobotschaft zeigte der Bundespräsident zuerst freudige Szenen von Menschen, die sich amüsieren. Danach lässt er durchklingen, dass er eine Beibehaltung dieser Öffnungen nur mit einer breiten Impfung für möglich hält: „Herbst und Winter kommen bestimmt – und wie geht’s dann weiter? Ich bitte Sie, nehmen Sie das Impfangebot wahr“, so Van der Bellen in einem betont großväterlichen Ton. „Das ist ein kleiner Stich, dann hat sich’s schon“ – so sein Narrativ.

Weiters sagt er, dass man mit einer Impfung nicht nur sich selbst schütze, sondern alle, mit denen man in Kontakt sei: „Und selbst wenn Sie angesteckt werden, verläuft die Krankheit weniger arg. Also nutzen Sie bitte das Impfangebot, seien Sie Teil der Lösung.“

Dies ist bereits das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass sich Van der Bellen massiv für die Impfung einsetzt. Bei seiner Eröffnungsrede beim „Europäischen Forum Alpbach“ am vergangenen Dienstag hatte er sich über die wachsende Anzahl an Menschen geärgert, welche die Impfung ablehnen und sagte: „Niemand ist sicher, solange nicht jeder sicher ist.“ Mit denselben Worten hatte übrigens auch Greta Thunberg vor wenigen Monaten für einen weltweiten Impfturbo und vermeintlich „gerechte“ Verteilung der Impfdosen um den Globus geworben.

Das Gipfeltreffen in Tirol steht in diesem Jahr das diesmal unter dem Motto „The Great Transformation“, türkise und grüne Ministerien mischen kräftig am exklusiven Treffen (Kartenpreis: €1.000 pro Symposium) mit. Thematisch reicht die Bandbreite von Digitalisierung über Klimawandel bis hin zu feministischen Perspektiven auf den Weltfrieden und der Frage nach genetischen Modifikationen bei Flora und Fauna. Ein wichtiges Thema ist aber auch die Corona-Pandemie und der wirtschaftliche Neustart danach, während das Zusammenrücken von Forschung und Politik positiv dargestellt wird.

Umstrittene Entwicklungen

Seitens der Politik zeichnet sich immer deutlicher ab, wohin die Reise in Mitteleuropa gehen dürfte. Im südwestdeutschen Bundesland Baden-Württemberg kokettiert die grün-schwarze Landesregierung etwa mittlerweile mit einem neuen Lockdown, der ausschließlich für Ungeimpfte gilt. Sogar Genesene, die einen teils weitaus stabileren Antikörperspiegel als Geimpfte haben, müssten demnach wohl Einschränkungen erfahren.

In Österreich ist eine doppelte Corona-Impfung in mehreren Bundesländer für eine Anstellung im Pflege- oder Gesundheitsbereich Pflicht, in Innsbruck für die Aufnahme eines Studiums der Medizin. In der Steiermark werden bei Stellenvergaben im Landesdienst geimpfte Bewerber offiziell bevorzugt behandelt, die schwarz-rote Landesregierung will mehr „Privilegien“ und die 1G-Regel in fast allen Lebensbereichen. Gleichzeitig mehren sich die Stimmen, die bei „Vollimmunisierten“ für einen raschen „Drittstich“ plädieren, weil sich in einigen Ländern zeige, dass der Impfschutz rasch abnimmt.

Cover der Freilich-Ausgabe #10
FREILICH Nr. 12 erschienen!
Lockdown, politische Radikalisierung und Untergang des Abendlandes: Da kommt ganz schön was zusammen. Doch mit der Gefahr wächst das Rettende auch. Warum widerständiges Dasein so wichtig ist, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des FREILICH Magazins.
Jetzt abonnieren