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„Lolli-Tests“ gegen Corona

Hamburg startet Pilotprojekt an Schulen

Der „Lolli-PCR-Test“ soll vor allem für jüngere Schüler einfacher zu handhaben sein und eine Corona-Erkrankung früher anzeigen als der Antigen-Schnelltest. Der Aufwand der „Lolli-Testungen“ ist jedoch auch größer.

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<p>Bild: DALIBRI via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Grundschule_Haus_St_Marien_Neumarkt_-_Klassenzimmer_02.JPG">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>]</p>

Bild: DALIBRI via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0]

Hamburg. – An neun Schulen der Hansestadt müssen seit Montag Schüler zweimal pro Woche an „Lolli-Testungen“ teilnehmen. Die „PCR-Lolli-Tests“ seien wesentlich genauer als die bislang in den Schulen und in den öffentlichen Testzentren verwendeten Antigen-Schnelltests, heißt es von Seiten der Schulbehörde. Zudem wären sie für jüngere Kinder leichter anzuwenden. Im „Erfolgsfall und bei ausreichenden Laborkapazitäten“ soll das Pilotprojekt auf weitere Schulen ausgeweitet werden.

Schulsenator sieht Vorteile der „Lolli-Tests“

„Der Lolli-PCR-Test ist deutlich genauer als ein Antigen-Schnelltest und kann die Corona-Krankheit schon in einem Frühstadium erkennen, bei dem der Antigen-Schnelltest noch nicht anschlägt“, erklärte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe in einer Pressemitteilung. Zudem sei der Test einfacher zu handhaben: „Die Schülerinnen und Schüler lutschen lediglich auf einem Stäbchen.“ Die Tests würden daher die Sicherheit an Schulen noch einmal verbessern können, so Rabe. Allerdings stünden diesen Vorteilen auch eine Reihe praktischer Nachteile entgegen. Schwierig sei insbesondere, dass das Ergebnis erst knapp einen Tag später feststehe, so der Schulsenator weiter.

Labore: Tests sollen in „Poolen“ ausgewertet werden

Ebenfalls problematisch bei einer flächendeckenden Einführung des „Lolli-Tests“ an Schulen dürften Aspekte der Logistik und der Laborkapazitäten werden. Denn anders als der Antigen-Schnelltest zeigt der „Lolli-Test“ nicht sofort an Ort und Stelle das Testergebnis an. Stattdessen müssen alle „Lolli-Stäbchen“ aufwendig per Spedition in ein Labor transportiert und dort analysiert werden. Das Ergebnis stehe in der Regel frühestens 18 Stunden später fest, informiert die Hamburger Bildungsbehörde. Und ergänzt hierzu weiter: „Weil die begrenzten Laborkapazitäten für die Analyse großer Testmengen nicht ausreichen, werden alle Tests einer Schulklasse als so genannter ‚Pool‘ zusammen ausgewertet. So muss das Labor pro Klasse nur eine einzige Auswertung vornehmen. Nur wenn die Probe positiv ist, erfolgt eine zweite Testung bei allen Schülerinnen und Schülern, bei der dann alle Tests getrennt analysiert werden, um das infizierte Kind zu finden“.

Überlegung vor allem für Grund- und Sonderschulen

Am Pilotprojekt beteiligen sind zunächst Grundschulen und spezielle Sonderschulen, für jene die „Lolli-Methode“ als besonders geeignet angesehen wird. Auch in anderen Bundesländern ist die vom Robert-Koch-Institut empfohlene „Lolli-Testung“ im Gespräch, so hat sich beispielsweise Sachsen jüngst gegen die Nutzung der „Lollis“ entschieden, Nordrhein-Westfalen hingegen hat diese an Grund- und Förderschulen bereits seit Mai eingeführt.

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