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„Initiative Familien“ gegen „unverhältnismäßige Quarantäneregeln“

Angesichts neuerlicher Schul- und Klassenschließungen fordert eine Initiative von Kinder- und Jugendärzten die Einschränkung von Quarantäneregeln an Schulen.

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<p>Symbolbild: Leeres Klassenzimmer / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Empty_classroom.jpg">Onderwijsgek at nl.wikipedia</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en">CC BY-SA 3.0 NL</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Leeres Klassenzimmer / Bild: Onderwijsgek at nl.wikipedia, CC BY-SA 3.0 NL, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin/Düsseldorf. – Rund 130 Kinder- und Jugendärzte, Virologen, Psychologen und Psychotherapeuten haben in einem offenen Brief gefordert, die Corona-Massentestungen an Schulen zu beenden. Die Testungen an asymptomatischen Kindern „ohne einen konkreten Anlass“ seien ineffektiv, „in der Masse extrem kostenintensiv“ und belasteten die Kinder, denen damit ständig nahegelegt werde, sie seien eine Gefahr für ihre Umwelt und die Allgemeinheit.

Pandemie als psychische Belastung

Zudem lehnen die 130 Unterzeichner auch die Fortsetzung „überzogener und unverhältnismäßiger“ Quarantäneregeln ab. Damit sind Schul- oder Klassenschließungen gemeint, die erfolgen, wenn in einzelnen Lerngruppen ein Coronafall aufgetreten ist. „Die Pandemiepolitik mit monatelangen Beschränkungen des Schul- und Betreuungsbetriebs, Kontakt- und Sportverboten hat die Bildungs- und Lebenschancen, die psychische und die physische Gesundheit vieler Kinder und Jugendlicher schwer beeinträchtigt und soziale Ungleichheiten vertieft“, heißt es in dem Brief, der von der bundesweiten „Initiative Familien“ formuliert und unter anderem auch vom Landeselternbeirat der Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen unterzeichnet wurde.

Im Brief heißt es weiter, dass repräsentative Umfragen zeigten, dass Eltern geschlossene Bildungs- und Betreuungseinrichtungen und die möglichen Folgen für ihre Kinder weit mehr fürchteten als den Verlust ihres Arbeitsplatzes.

Gleichstellung mit geimpften Erwachsenen gefordert

Die Unterzeichner des Briefes werben drittens dafür, Kinder und Jugendliche mit geimpften und genesenen Erwachsenen gleichzustellen und den Zugang zu Bildung, Kultur und sozialem Leben nicht von einer Impfung abhängig zu machen. Die Argumente der Kinderärzte: Ungeimpfte Erwachsene trügen „sehr viel häufiger als Kinder Infektionen in Schulen“, und Ausbrüche beträfen dann meist nur wenige Personen. „Virusübertragungen finden deutlich öfter im häuslichen Umfeld statt.“ Kinder erkrankten überdies nur selten schwer und gesundeten schnell; Symptome von Long Covid seien nicht häufiger als unter Gleichaltrigen, „die nie eine SARS-CoV-2-Infektion durchlaufen haben“.

Die Mediziner und Psychologen führen zur Untermauerung ihrer Forderungen Beispiele aus anderen Ländern an, wo Betreuung und Unterricht in Präsenz durch deutlich geringere Maßnahmen gesichert würden. So sei in Dänemark die Maskenpflicht in Schulen abgeschafft worden, in Schweden, Norwegen und der Schweiz würden Kinder nur noch bei lokalen Ausbrüchen getestet, England setze auf Tests statt auf Quarantäne. All das zeige: „Quarantäneregeln müssen nicht zu Klassen- oder Schulschließungen durch die Hintertür führen“.

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