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Linksextreme Gruppe

Am Mittwoch startet der Prozess gegen Lina E.

Am Mittwoch startet der vermutlich größte deutsche Prozess gegen Linksextremisten seit vielen Jahren.

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<p>Symbolbild Antifa: Michael Jastremski via <a href="https://openphoto.net/volumes/mike/20170127/openphotonet_MAJ_8423.JPG">OpenPhoto.net</a> [<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY-SA 3.0</a>](Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild Antifa: Michael Jastremski via OpenPhoto.net [CC BY-SA 3.0](Bild zugeschnitten)

Leipzig/Dresden. – Mit Spannung wird der Prozess gegen die Linksextremistin Lina E. und drei weitere Männer (Lennart A., Jannis R. und Jonathan M.) erwartet, der am Mittwoch vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Dresden beginnt. Den Angeklagten werden unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung und brutale Überfälle auf politische Gegner vorgeworfen, bei denen die Opfer teils „potenziell lebensbedrohliche Verletzungen“ erlitten. Die Bundesstaatsanwaltschaft sieht in E. die Anführerin der Antifa-Gruppe.

Brutale Überfälle

Im Oktober 2018 soll die linksextreme Gruppe einen Mann, der an einem Angriff auf Connewitz im Jahr 2016 beteiligt war, mit Fäusten und Teleskopschlagstöcken zusammengeschlagen haben. Nur wenige Monate später, im Januar 2019, sollen fünf Angreifer auch noch einen Straßenarbeiter in Connewitz brutal attackiert und verletzt haben. Außerdem wird Lina E. vorgeworfen, dass sie im Oktober 2019 mit bis zu 15 weiteren Linksextremisten das als rechtes Szenelokal geltende „Bull’s Eye“ in Eisenach angriffen hat. An einem weiteren Angriff auf den Wirt soll E. ebenfalls beteiligt gewesen sein

. Ein weiterer Fall ereignete sich im Februar 2020. Laut Anklage überfielen damals Lina E. und bis zu 20 Linksextremisten sechs Personen im Bahnhof Wurzen, als diese gerade von einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages der Bombardierung Dresden zurückkehrten. Auch in diesem Fall schlugen die Täter mit Schlagstücken auf die am Boden liegenden Opfer ein. Weitere Überfalle sollen bereits in Planung gewesen sein, ehe die Polizei Lina E. in Untersuchungshaft nahm.

Solidarität aus linker Szene

Der Prozess wirft auch Licht auf eine Szene, die medial nur wenig beachtet wird. Dabei beobachtet das Bundesamt für Verfassungsschutz schon länger „eine neue Qualität der gewalttätigen Übergriffe“ im Linksextremismus, wie sein Präsident Thomas Haldenwang dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ erklärte. Es seien bereits mehrere klandestine Gruppen entstanden, die gezielt politische Gegner angreifen und sich vom Rest der Szene abschotten. „Hemmschwellen sind gefallen, und teilweise wird der Tod der Opfer billigend in Kauf genommen“, so Haldenwang.

Während Lina E. und die anderen Angeklagten sich vor dem Gericht verantworten müssen, mobilisieren ihre Gesinnungsgenossen für eine Solidaritätsdemonstration. Bereits in der Vergangenheit kam es zu diversen Solidaritätsaktionen der Szene, darunter auch Straftaten wie Brandstiftungen. Das sächsische Amt für Verfassungsschutz befürchtet daher weitere linksextreme Straf- und Gewalttaten während des Prozesses. Neben rund 100 akkreditierten Journalisten sind auch 48 Zeugen und drei Sachverständige geladen.

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