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Die Inflation kehrt zurück

Es ist so weit. Seit Jahren arbeiten die Europäische Zentralbank und die Zentralbanken in den Mitgliedsländern darauf hin, die Preise von Waren und Dienstleistungen wieder steigen zu lassen, bisher nur mit mäßigem Erfolg. Doch die Corona-Pandemie und Lockdowns in ganz Europa machen es möglich. Die Preise für Waren und Dienstleistungen steigen – und zwar nicht schlecht. Im August soll die jährliche Teuerungsrate bereits drei Prozent betragen.

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<p>Symbolbild: Bargeld / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euro-Geld_auf_Scheinen_und_Banknoten_-_1_Euro_Fokus_mit_Stapel.jpg" title="via Wikimedia Commons">Christoph Scholz</a> / <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0">CC BY-SA</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Bargeld / Bild: Christoph Scholz / CC BY-SA (Bild zugeschnitten)

Dabei ist der größte Treiber der Teuerung Energie mit 15,4 Prozent, Industriegüter um 2,7 Prozent, Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabakwaren um 2,0 Prozent sowie Dienstleistungen um 1,1 Prozent. Unter dem Strich bedeutet dies, dass ein EU-Haushalt, der im Juli 2020 für seine Einkäufe 1.000 Euro bezahlt hätte, heute für dieselben Waren 1.030,43 Euro hinblättern müsste – oder für seine 1.000 Euro Waren kaufen kann, die vor einem Jahr noch 969,57 Euro gekostet hätten.

Das ist natürlich nicht so schön für alle Haushalte in Europa, deren Konsum nicht im Durchschnitt des Europäischen Einheitshaushaltes liegt. Also vor allem diejenigen in Osteuropa oder ärmere Haushalte im Westen, die eventuell mehr ihres Monatsgehaltes für Essen und Benzin hinblättern müssen als diejenigen in den linksliberalen weltoffenen Innenstädten Europas, wo der öffentliche Verkehr ausgebaut ist, der akademische Job in Fahrradreichweite lieg und das bisschen Geld für teure Biolebensmittel keine Rolle spielt. Gut, natürlich stehen einem am Land auch weniger Dienstleistungen sowie Wochenevents zur Verfügung. Das spart auch Geld.

Das Sparen wird auch nötig, denn die Europäische Zentralbank entschied sich vorerst dagegen, mittels einer Erhöhung des Leitzinses der Teuerung im Euroraum entgegenzuwirken. Somit verbleibt dieser weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent. Lediglich die Anleihenkäufe von Staatsanleihen der Eurostaaten mittels des Corona-Notkaufsprogramms „PEPP“ werden moderat zurückgefahren.

Eine Grafik von Statista.de zeigt die prozentuelle Steigerung jeweils in Relation zum Vormonat. Im Juli verteuerten sich Produkte im Vergleich zum Juli 2020 um 2,2 Prozent.

Mit 3,1 Prozent in Österreich und 3,8 in Deutschland liegen beide Länder sogar noch höher. Heizöl verteuerte sich in der Alpenrepublik gar um 28,2 Prozent und Strom um 5,3. Immerhin planen die deutschsprachigen EU-Länder unter diesen Umständen nun auch CO2-Steuern, um den größten Treiber von Inflation, den Verkehr, noch teurer für die Konsumenten zu machen. Die Schweiz verbuchte zur selben Zeit lediglich 0,7 Prozent Teuerung gegenüber dem Juli des Jahres 2020.

Die Statistik Austria weist zudem noch einen Miniwarenkorb aus, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet. Dieser stieg im Jahresvergleich sogar um 6,1 Prozent. Immerhin hält sich die Teuerung zumindest beim täglichen Einkauf, abgebildet im Mikrowarenkorb, noch im Rahmen: mit 2,1 Prozent im Schnitt. In letzterem werden Treibstoffe ausgeblendet und stattdessen nur Nahrungsmittel, Tageszeitungen und Kaffee betrachtet.

Produktkategorie im WarenkorbAnteil am Warenkorb (Juli 2020)Preissteigerung in ProzentPreissteigerung absolutKosten des Warenkorbs um 1.000 Euro Juli 2021 im Juli 2020
Nahrung, Tabak und Alkohol217,61,02221,952213,248
Industriegüter269,11,027276,3657261,8343
Dienstleistungen418,31,01422,483414,117
Energie951,154109,6380,37
Gesamtkosten1000
1030,4307969,5693
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