Wegen Impfgerücht

Kickl klagt ÖVP-nahen PR-Berater Rosam

Der FPÖ-Chef wehrt sich nun juristisch gegen das Gerücht, er habe sich heimlich impfen lassen. Der Streitwert der Klage liegt bei 35.000 Euro.

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<p>Bild (Kickl 2018): Michael Lucan via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2018-02-15_Herbert_Kickl_FPÖ_8924.jpg">Wikimedia Commons</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode">CC BY-SA 3.0 DE</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Kickl 2018): Michael Lucan via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0 DE] (Bild zugeschnitten)

Wien. – FPÖ-Chef Herbert Kickl hat wie angekündigt eine Klage gegen den PR-Berater und Falstaff-Herausgeber Wolfgang Rosam auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung beim Handelsgericht Wien eingebracht. Die Klage liegt der TAGESSTIMME vor.

Auslöser dafür war Rosams Auftritt beim Sender oe24.at. In der Sendung am vergangenen Donnerstag sagte der ÖVP-nahe PR-Berater: „Es gibt ja ganz böse Zungen, muss ich aufpassen, was ich jetzt sage, ich sage es jetzt nicht, dass es so ist, aber ich habe gehört, er wäre schon geimpft, heimlich. Ja, also wenn man das beweisen könnte, das wäre natürlich der Überhammer, dann hätten wir morgen einen Rücktritt.“

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Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung

Gegen diese Aussage geht Kickl nun gerichtlich vor: „Nicht die Frage, ob jemand geimpft ist oder nicht, ist die Ehrenbeleidung und Kreditschädigung, sondern der Vorwurf, ich würde ‚Wasser predigen und Wein trinken'“, so Kickl in einer Stellungnahme. Es gehe Rosam offensichtlich darum, ihm implizit zu unterstellen, er würde Wähler und Öffentlichkeit in einer ganz wesentlichen Frage wissentlich belügen. „Und das macht er, indem er irgendwelche Fake-Vermutungen memoriert, um so meine politische Glaubwürdigkeit zu untergraben“, erklärt der FPÖ-Chef.

Rosam selbst hatte bereits am Sonntag über die angekündigte Klage geäußert: „Welch eine Ehre: Kickl klagt mich! Ich sagte im TV, dass es das Gerücht gäbe, er wäre bereits geimpft und, wenn das tatsächlich so wäre, er zurücktreten müsste. Der Austeiler der Nation wird dünnhäutig. Gut so. Dann befasst sich ein Gericht mit seiner unfassbaren Haltung zu Impfung“, schrieb der PR-Berater auf Twitter.

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