Eustacchio

„Ohne die FPÖ rutscht Graz nach links“

Die FPÖ Graz warnt vor einer türkis-grünen Koalition nach der Gemeinderatswahl am kommenden Sonntag: „Wer ÖVP wählt, wird die Grünen bekommen!“

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<p>FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio bei einer Pressekonferenz. © FPÖ Graz</p>

FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio bei einer Pressekonferenz. © FPÖ Graz

Graz. – Am Sonntag ist die Grazer Gemeinderatswahl und Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) versucht seine Wähler mit der Warnung vor einer rot-grün-roten Koalition zu mobilisieren. Diese Links-Koalition hätte Nagl zufolge katastrophale Folgen für den Wirtschaftsstandort und die Bewohner in Graz.

In einer von der ÖVP in Auftrag gegebenen Umfrage kommen KPÖ (25,4), Grüne (15,0) und SPÖ (10,1) zusammen auf knapp über 50 Prozent. KPÖ-Chefin Elke Kahr kann sich eine mögliche Koalition jedenfalls vorstellen: „Wenn es eine Mehrheit dafür gibt und die anderen Parteien das wollen, sogar sehr gut“, betonte die Kommunistin in einem am Mittwoch veröffentlichten „Krone“-Interview.

Enthüllungen über die ÖVP

„Wer ÖVP wählt, wird die Grünen bekommen“

Die FPÖ, die in Umfragen bei etwa zwölf Prozent steht, hält eine rot-grün-rote Mehrheit hingegen für „vollkommen unrealistisch“. Dies würden alle „seriösen Umfragen“ zeigen. In einer Aussendung verweisen die Freiheitlichen auf eine bbm-Umfrage. Demnach kommen KPÖ (21), SPÖ (9) und Grüne (16) lediglich auf 46 Prozent. Allerdings wäre wie auf Bundesebene eine türkis-grüne Mehrheit möglich.

„Die von der ÖVP angezettelte Diskussion, dürfte wohl nur zur Ablenkung von ihren eigenen Plänen dienen. Seit der Vorverlegung der Gemeinderatswahl durch Siegfried Nagl scheint Türkis-Grün als nächste Koalition bereits vereinbart“, teilte FPÖ-Spitzenkandidat und Vizebürgermeister Mario Eustacchio am Mittwoch in einer Aussendung mit. Wer den Wirtschaftsstandort vor „grünen Verbotsfantasien“ schützen will, komme nicht daran vorbei, die FPÖ zu wählen. „Wer ÖVP wählt, wird die Grünen bekommen“, warnt Eustacchio.

Und in Richtung ÖVP-Chef Nagl: „Wer nicht davor zurückschreckt mit den Grünen zu koalieren sollte sich, wenn er glaubwürdig bleiben will, mit Warnungen vor einem Linksrutsch deutlich zurückhalten.“

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