Journalisten solidarisieren sich mit umstrittener Moderatorin El-Hassan

Nach dem Ende der Zusammenarbeit des WDR mit der umstrittenen muslimischen Moderatorin El-Hassan solidarisieren sich über 400 Kulturschaffende, Journalisten und Politiker in einem offenen Brief mit ihr.

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<p>El-Hassan auf der re:publica in Berlin (2016) Foto: re:publica/Jan Zappner via <a href="https://www.flickr.com/photos/re-publica/26732188401">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>]</p>

El-Hassan auf der re:publica in Berlin (2016) Foto: re:publica/Jan Zappner via Flickr [CC BY 2.0]

Köln. – Nachdem der WDR die Zusammenarbeit mit der umstrittenen Moderatorin Nemi El-Hassan wegen Islamismus- und Antisemitismusvorwürfen vorerst ausgesetzt hat, haben sich nun über 400 Prominente mit ihr in einem offenen Brief solidarisiert. Hintergrund ist ihre Teilnahme an anti-israelischen Kundgebungen.

In dem offenen Brief behaupten die Unterzeichner, dass Nemi El-Hassan “aufgrund ihrer palästinensischen Herkunft und ihrer muslimischen Identität zur Zielscheibe von Hass und Hetze” werde. Für sie habe sich El-Hassan glaubhaft vom Antisemitismus distanziert, entsprechend fordern sie den WDR auf, die Zusammenarbeit wieder aufzunehmen. Dessen ungeachtet verteidigt El-Hassan ihre eigene Dschihad-Definition und beklagt, dass der Begriff im westlichen Kontext negativ besetzt sei. Ihren Kritikern wirft sie vor, rechtspopulistische Vorurteile und Ängste aufzugreifen. Man versuche ein nicht der Wahrheit entsprechendes Bild von ihr zu zeichnen.

Enthüllungen über die ÖVP

Neue brisante Details kamen dann am Mittwoch ans Tageslicht: Wie die „Bild“ berichtet, versah El-Hassan noch im Sommer 2021 anti-israelische Beiträge auf Instagram mit einem „Gefällt mir“. Diese „Likes“ soll sie aber dem Bericht zufolge in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder entfernt haben.

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