Drei Fragen an

FPÖ-Chef Mario Eustacchio zur Graz-Wahl 2021

Bei der Grazer Gemeinderatswahl hat die KPÖ den amtierenden Bürgermeister Siegfried Nagl gestürzt. Seine Partei, die ÖVP, musste schwere Verluste hinnehmen. Verloren hat aber auch die FPÖ, die ein Minus von fünf Prozent hinnehmen muss und laut Hochrechnung nur auf 10,9 Prozent kommt. Gegenüber der TAGESSTIMME sprach FPÖ-Spitzenkandidat Mario Eustacchio über das Ergebnis und die Zukunft der Freiheitlichen.

Interviewvon Redaktion
2 Minuten
<p>FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio bei einer Pressekonferenz. © FPÖ Graz</p>

FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio bei einer Pressekonferenz. © FPÖ Graz

TAGESSTIMME: Wie überraschend war das gestrige Wahlergebnis für Sie?

Mario Eustacchio: Ich habe im Wahlkampf mehrmals vor einer möglichen Linken-Mehrheit in Graz gewarnt. Das ist nun leider auch eingetreten. Der starke Zugewinn für die Kommunisten hat mich, so wie wahrscheinlich jeden in der Stadt, dennoch sehr überrascht. Auch die massiven Verluste für die ÖVP hat in diesem Ausmaß niemand vorhergesehen.

Was sind die Gründe für das schlechte Abschneiden der FPÖ?

Wie bei allen Wahlen der jüngsten Vergangenheit sind viele unserer Wähler am Wahltag zuhause geblieben. Über die möglichen Gründe werden wir uns die nächsten Tage intern intensiv auseinandersetzen. Es scheint aber einen Vertrauensverlust in die FPÖ als Ganzes gegeben zu haben. Dieses Vertrauen müssen wir uns wieder zurückerkämpfen. Durch eine konsequente Politik, die immer die Interessen der Österreicher im Blick hat, wird uns das auch gelingen. Davon bin ich überzeugt.

Enthüllungen über die ÖVP
Wie wird es jetzt mit den Freiheitlichen in Graz weitergehen?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird in Graz in der Zukunft eine linke Koalition, mit Kommunisten an der Spitze, den Ton angeben. Wir werden hier dagegenhalten und klare Kante als Opposition zeigen!
Die Grazer werden sich darauf verlassen können, dass wir kompromisslos die Interessen der eigenen Bevölkerung verteidigen werden. Leider ist nun zu befürchten, dass sinnvolle Maßnahmen wie beispielsweise die Bevorzugung von österreichischen Staatsbürgern bei Gemeindewohnungen aufgehoben werden.

Für uns Freiheitliche ist der Auftrag klar: Ein starkes und konsequentes Gegengewicht zu dieser Linken Mehrheit zu sein!

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