Bundestag

Mehr Direktmandate für AfD dank Thüringen und Sachsen

Bei den Bundestagswahlen konnte die AfD deutlich mehr Direktmandate erzielen als bei den Wahlen vor vier Jahren. Durch Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt ziehen 16 AfD-Kandidaten direkt in den Bundestag ein.

2 Minuten
<p>Symbolbild: Logo der AfD-Bundestagsfraktion / privat</p>

Symbolbild: Logo der AfD-Bundestagsfraktion / privat

Berlin. – Mag das Ergebnis der Bundestagswahl für viele AfD-Wähler bundesweit eher ernüchternd scheinen, so lohnt sich doch ein genauerer Blick auf die Wahlergebnisse, denn gerade bei den Direktmandaten hat die Partei deutlich zulegen können. Bei den Wahlen vor vier Jahren konnte die AfD lediglich drei Direktmandate erzielen, dieses Mal sind es ganze 16 AfD-Kandidaten, die direkt in den Bundestag einziehen. Zehn kommen aus Sachsen, vier aus Thüringen und zwei aus Sachsen-Anhalt. In Thüringen und Sachsen wurde die Partei zudem auch bei den Zweitstimmen stärkste Kraft.

Sachsen und Thüringen wählen blau

In Sachsens ländlichen Gebieten holte die AfD fast alle Direktmandate. Besonders stark schnitt hier Parteichef Tino Chrupalla ab. Er erhielt in seinem Wahlkreis Görlitz ganze 35,8 Prozent der Erststimmen. CDU, SPD und Linke konnten im Freistaat nur noch in den Großstädten punkten. Im Bundesland Thüringen gewinnt die AfD erstmals bei einer Bundestagswahl Direktmandate. Hiervon gleich vier: Ihre Kandidaten erhielten in zwei Wahlkreisen in Ostthüringen sowie in je einem in Mittel- und Südwestthüringen die meisten Stimmen. Thüringen ist zudem das einzige Bundesland, in welchem die AfD mit 24 Prozent ihr Zweitstimmenergebnis im Vergleich zu 2017 verbessern konnte (Plus 1,3 Punkte).

Enthüllungen über die ÖVP

Höcke: „Der Thüringer Weg setzt sich durch“

Der Landessprecher und Fraktionsvorsitzende der AfD Thüringen, Björn Höcke, schrieb in einem Statement bei Facebook bezüglich der klaren Wahlergebnisse in Thüringen: „Der Thüringer Weg setzt sich durch!“ Bundesweit habe die AfD die Erfahrung machen müssen, dass Erfolg kein Selbstläufer mehr sei. Entsprechend unterschiedlich würden die Ergebnisse in den einzelnen Bundesländern ausfallen: „Dort, wo die AfD sich glaubhaft als echte Alternative zu den anderen Parteien präsentieren konnte, war sie überaus erfolgreich; doch dort, wo man bemüht war, sich den Altparteien anzugleichen, wurde das Vorschussvertrauen unserer Wähler verspielt“, so Höcke. In Thüringen habe sich der konsequente Kurs der AfD bewährt, schlussfolgert er. „Die AfD bleibt in Thüringen nicht nur über Jahre stabil – wir legen sogar zu! Spätestens jetzt kann man konstatieren, dass sich die AfD in Thüringen als neue Volkspartei etabliert hat. Und das sogar gegen alle undemokratischen Machenschaften des Establishments und gegen den aktuellen Bundestrend.“

Cover der Freilich-Ausgabe #10
AfD. Aber normal! - Neue Ausgabe unseres Magazins erschienen!
Die AfD komplettiert die Demokratie als parlamentarische Rechte. Wir erklären, was das freiheitliche Lager in Deutschland ausmacht und sprechen mit Alice Weidel und Tino Chrupalla über ihre Visionen für Deutschland und den Druck des Establishments.
Jetzt abonnieren