Skurrile WEF-Forderung

Hosen nur noch einmal im Monat waschen

Für einiges Stirnrunzeln sorgt derzeit ein Video des Weltwirtschaftsforums (WEF) rund um Klaus Schwab. Dort wird unter dem Stichwort der Nachhaltigkeit den Menschen nunmehr nämlich nahe gelegt, ihre Kleidung seltener zu waschen.

3 Minuten
<p>Symbolbild: Freepik</p>

Symbolbild: Freepik

Davos/Genf. – Erklärt wird der unorthodoxe Vorstoß damit, dass alleine 70 Prozent des CO2-Ausstoßes eines T-Shirts auf das Waschen und Trocknen zurückgehe. Zu häufiges Waschen beanspruche zudem die Kleidung über Gebühr. Außerdem sei die Abgabe von Mikropartikeln an die Umwelt im Zuge des Waschvorgangs problematisch. Die Lösung des WEF: Seltenere Waschgänge. Dafür beruft man sich auf die Empfehlung nicht näher genannter „Wissenschaftler“.

Seltenere Waschgänge als Nachhaltigkeits-Ziel

Neben unbestreitbar sinnvollen Praxis-Tipps wie die Wahl einer der Verschmutzung und Waschsorte angemessenen, aber möglichst niedrigen Temperatur, muten einige Vorschläge recht skurril an. Beim WEF ist man nämlich der Ansicht, es reiche, wenn Jeans nur einmal im Monat gewaschen werden. Bei Pullovern reiche die Reinigung im Zwei-Wochen-Rhythmus, bei Pyjamas die wöchentliche Wäsche. Einzig die Unterwäsche und Trainingsgewand solle nach jedem Tragen in die Waschmaschine wandern.

Enthüllungen über die ÖVP

Für die meisten Menschen klingt dies aus eigener Erfahrung eher unrealistisch. Während so mancher Zeitgenosse seine Hose wirklich länger trägt, als seine Mitmenschen dies für hygienisch halten, so dürfte vielen Menschen diese Empfehlung schon bei Pullovern spanisch vorkommen. Entsprechende Waschtipps im Sinne der „Nachhaltigkeit“ gibt es zwar bereits seit einiger Zeit – im Vorfeld der großen UN-Klimakonferenz in Glasgow ab Ende Oktober nehmen derartige Berichte aber zu. Dort soll auch ein neues Klimaabkommen verabschiedet werden.

Bei WEF-Gipfel wurden große Pläne geschmiedet

Im Vorlauf dazu hielt das Weltwirtschaftsforum in der Vorwoche in Genf seinen eigenen „Sustainable Development Impact Summit“ (SDIS) ab – zeitgleich mit der UN-Vollversammlung in New York. Letztere erfuhr mehr Medienecho, insbesondere hierzulande durch die Anwesenheit von Kanzler Sebastian Kurz, Außenminister Alexander Schallenberg (beide ÖVP) und Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Bei der viertägigen Tagung in der Schweiz standen neben dem Umwelt-Schwerpunkt auch Vorträge zu weltwirtschaftlich und weltpolitisch pikanten Fragen am Veranstaltungskalender.

So beschäftigte man sich etwa mit einem möglichen weltweiten Umbau des Steuersystems, der Beseitigung eines angeblich strukturellen Rassismus oder der Vereinfachung der globalen Arbeitsmigration. Und das Wäsche-Video ist nicht der einzige Nachhaltigkeits-Tipp, der aufhorchen lässt. Denn das WEF empfiehlt auch das Nahrungsergänzungsmittel eines holländischen Chemiekonzerns – für Kühe, damit diese weniger Methan produzieren. Die „klimafreundlichen Kühe“ waren übrigens bereits im Vormonat beim von der türkis-grünen Regierung mitgetragenen, thematisch ähnlichen Forum in Alpbach in Tirol ein Thema.

Anti-globalistische Kritik an der „Davokratie“

Das WEF steht seit geraumer Zeit in der Kritik aus dem patriotischen sowie dem anti-globalistischen Lager. Gerade weil die Mächtigen der Welt bei seinen Gipfeln in der Schweiz öfters Stillschweigen über manche Absprachen vereinbaren, befürchten kritische Beobachter, dass seine Zukunftsvision darauf abzielt, das Geld und Macht globaler Eliten weiter auszubauen. Seit der Veröffentlichung des umstrittenen Werkes „COVID-19: The Great Reset“ im Vorjahr wuchs das öffentliche Interesse an den Netzwerkender „Davokratie“ in der Schnittmenge aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft

Manche Beobachter glauben an eine Vermählung einer sozialistischen Gesellschaftsform mit wirtschaftsradikalen Elementen. Auch der Fokus auf Digitalisierung versetzt viele in Sorge: Von einer „vierten industriellen Revolution“, bei der menschliche Arbeitskraft den Maschinen weichen muss bis hin zu mehr Überwachung hin zum „gläsernen Bürger“ gilt vieles als denkbar. Die einstige WEF-Aussage, dass die Menschen im Jahr 2030 „besitzlos, aber glücklich“ sein würden, dürfte Zweifel an der Aufrichtigkeit der Ziele der Stiftung nicht unbedingt besänftigen.


Weiterlesen:

Schöne neue Welt: Metaverse, Transhumanismus und Great Reset (07.08.2021)

Grüner Öko-Totalitarismus (02.05.2021)

Cover der Freilich-Ausgabe #10
AfD. Aber normal! - Neue Ausgabe unseres Magazins erschienen!
Die AfD komplettiert die Demokratie als parlamentarische Rechte. Wir erklären, was das freiheitliche Lager in Deutschland ausmacht und sprechen mit Alice Weidel und Tino Chrupalla über ihre Visionen für Deutschland und den Druck des Establishments.
Jetzt abonnieren