Hannover

Unis führen Armbänder für Corona-Einlass-Kontrollen ein

Mit den bunten Bändern für Geimpfte und Genesene sollen an der Leibnitz Universität Hannover und Hochschule Hannover die 3-G-Kontrollen erleichtert werden. Vor allem in den sozialen Medien werden dazu kritische Stimmen laut.

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<p>Bild: CC0</p>

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Hannover. – Niedersachsens Universitäten starten mit der 3-G-Regelung ins Wintersemester: Nur Geimpfte, Genesene und getestete Studenten haben Zutritt zu den universitären Gebäuden und dürfen an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen. Um die Einhaltung dieser Regelung zu gewährleisten, führen die Hochschulen zumeist Einlasskontrollen ein, welche durch eigens hierfür eingestelltes, externes Sicherheitspersonal realisiert werden. Auch Mitarbeiter und Professoren kontrollieren in ihren Veranstaltungen. Da dies einen erheblichen organisatorischen Aufwand darstellt, sollen Studenten der Leibnitz Universität Hannover und Hochschule Hannover nun bunte Armbänder tragen, die sie als geimpft oder genesen ausweisen. Studenten, welche nicht geimpft oder genesen, sondern „lediglich“ getestet sind, erhalten kein Band.

Unis: Bänder sollen Kontrollzeiten minimieren

Wie der NDR berichtet, geben seit dem Semesterstart vor zwei Wochen an der Hochschule Hannover zwei Fakultäten die Armbänder aus. Hierdurch hätten die Kontrollzeiten um etwa 75 Prozent gesenkt werden können, so der Dekan der Fakultät Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik, Wolfgang Strache. Die Studenten würden das Angebot gut annehmen. Das Tragen der Bänder sei freiwillig, hieß es. Die Leibnitz Universität startete am Montag ins Semester. Seitdem hat auch hier die Ausgabe der Bänder begonnen. „Wir wollen ja eben nicht, dass die Studierenden in langen Kontrollschlangen stehen und dann nur noch zehn Minuten Vorlesung haben“, zitiert der NDR den Präsidenten der Leibniz Universität Hannover, Volker Epping. Laut Uni seien 50.000 Bändchen für 15.000 Euro bestellt worden.

Enthüllungen über die ÖVP

Kritiker: Regelung „faschistisch“ und „menschenverachtend“

In den sozialen Medien, vor allem auf Twitter, sehen viele User die Bändchen aus Hannover sehr kritisch. In zahlreichen negativen Kommentaren und Tweets wurden Vergleiche zu der „Menschenausgrenzung und -kennzeichnung“ im Dritten Reich gezogen. Mehrere Nutzer nannten die Universitäts-Regelung „faschistisch“ oder „menschenverachtend“.

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