Grüne & FDP für freie Geschlechtswahl ab 14 Jahren

Sollte es in Deutschland zu einer Ampel-Koalition kommen, wollen Grüne und FDP allen Jugendlichen ab 14 Jahre eine freie Geschlechtswahl ermöglichen. Die AfD warnt vor einer „menschenverachtenden Gender-Machbarkeitsideologie“.

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<p>Symbolbild: Pronomen / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gender_recognition_pins_cropped.jpg">AWang (WMF)</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Pronomen / Bild: AWang (WMF), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Grüne und FDP wollen die Änderung des Geschlechtseintrags für Jugendliche ab 14 Jahren erleichtern. Noch benötigt es dafür ein Gerichtsverfahren und zwei Gutachten, dessen Änderung freilich bei den Grünen im Grundsatzprogramm zu finden ist. „Alle Menschen haben ausschließlich selbst das Recht, ihr Geschlecht zu definieren. Inter*, trans* und nichtbinäre Menschen haben das Recht, dass ihr selbst definiertes Geschlecht ohne bürokratische oder medizinische Hürden offiziell anerkannt wird”, heißt es dort.

Das bisherige Gesetz wollen Grüne und FDP deshalb abschaffen und stattdessen ein sogenanntes „Selbstbestimmungsgesetz“ verabschieden. Demnach sollen Jugendliche ab 14 Jahren ihren Geschlechtseintrag mit einem einfachen Antrag beim Standesamt ändern können – auch ohne Einwilligung der Eltern.

Enthüllungen über die ÖVP

Der Kinder- und Jugendpsychiater Alexander Korte sieht die Pläne negativ. Laut Bericht der „Welt“ hat er für den Bundestag eine Stellungnahme verfasst: „Auch wenn die Änderung des Geschlechts erst einmal nur auf dem Papier erfolgt – eine solche vorschnelle Festlegung macht etwas mit Jugendlichen. Ich nenne das die normative Kraft des Faktischen“, kritisiert er.

AfD lehnt Pläne ab

Scharfe Kritik an den Plänen kommt auch von der AfD. „Wenn FDP und Grüne jetzt die freie Geschlechtswahl für Jugendliche bei den Ampel-Verhandlungen einfordern, wird der nächste logische Schritt die sogenannte Geschlechtsangleichung sein, d.h. ein schwerwiegender medizinischer Eingriff, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann“, warnt die stellvertretende AfD-Bundessprecherin Beatrix von Storch in einer Aussendung. Wer so etwas fordere, vertrete ein Menschenbild, das Kinder und Jugendliche einer menschenverachtenden Machbarkeitsideologie ausliefere.

„Die Launen unreifer Jugendlicher – durch unrealistische, mediale Schönheitsideale verwirrt – werden so von radikalen Ideologen und Interessensgruppen für deren Genderutopie von der Beliebigkeit des Geschlechts missbraucht. Das lehnen wir als AfD strikt ab, denn auch mit 14 Jahren sind Kinder und Jugendliche nicht in der Lage, die Tragweite einer medizinischen Geschlechtsumwandlung abzusehen“, so Storch.

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