Hausverbot für unbequemen BND-Professor

Seit Jahren ist der Politologe Martin Wagener, Professor an der Hochschule des Bundes für Sicherheitspolitik, Vertretern des Establishments ein Dorn im Auge. Nun wurde ihm sogar ein Hausverbot für das BND-Gelände erteilt.

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<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zentrale_des_Bundesnachrichtendienst,_Berlin.jpg">Jan Kleihues</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons</p>

Jan Kleihues, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Berlin. – Gegen den Professor Martin Wagener wurde am Montag ein Zutrittsverbot zum Zentrum für Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung auf dem Gelände der BND-Zentrale in Berlin verhängt, wie er selbst in einem Podcast mitteilte. Auf dem Gelände werden der Nachwuchs von Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz ausgebildet.

Laut Wagener sei seine Sicherheitsfreigabe „drastisch abgesenkt“ worden und er könnte seine Studenten auch über eine Lernplattform nicht mehr kontaktierten, was „eine faktische Einschränkung seiner Lehrsbefugnis“ sei. Das ungewöhnliche Hausverbot geht wohl auf das Bundesamt für Verfassungsschutz zurück, das ihm „Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung“ vorwirft. Hintergrund dürfte Wageners neues Buch „Kulturkampf um das Volk“ sein. Darin kritisiert der Professor das „Projekt der Ersetzung der deutschen Kulturnation durch eine multikulturell strukturierte Willensnation“. Kritik wird auch an Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang geäußert, der sich für den Kampf gegen rechts von der Politik instrumentalisieren lasse. In einem Interview bezeichnete Wagener die Stelle als „Bundesamt für Verdächtigungen“. Für ihn ist das Ziel der Aktion klar: „Die völlige Diskreditierung meiner Person mit anschließendem Verlust der Stelle.“

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