Mutig

Metal-Legende Peter Tägtgren unterstützt Kampf gegen Impfpflicht

Der Multiinstrumentalist, Bandleader und Produzent ist eine fixe Größe der Metalszene. Insbesondere im Bereich der härteren Gangarten machte er sich einen Namen. Nun zeigt er sich als unbotmäßiger Künstler und spricht sich gegen Impfzwänge aus – sehr zum Missfallen eines Redakteurs eines bekannten Metal-Magazins.

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<p>Bild (Tägtgren 2013): Jonas Rogowski via <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hypocrisy,_Peter_Tägtgren_at_Party.San_Metal_Open_Air_2013_05.jpg">Wikimedia Common</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">CC BY-SA 3.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Bild (Tägtgren 2013): Jonas Rogowski via Wikimedia Common [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Ludvika. – Tägtgren ist dem geneigten Metalhead einerseits mit seinen Abyss Studios als Produzent von Alben einiger Szenegrößen ein Begriff – als auch natürlich mit seiner eigenen Tonkunst. Das Mastermind der Projekte Hypocrisy und Pain ist dafür bekannt, sich auch zu gesellschaftlichen Themen kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Und so bekundete er seine Unterstützung für US-Radiomoderator Dan Bongino in seinem Kampf gegen Impfpflichten. Bongino ist selbst Corona-geimpft, steht aber für Freiwilligkeit. Im Vorjahr machte er sich bereits gegen Maskenpflichten in der Öffentlichkeit stark.

Tägtgren würde für Freiheit auch Tourvisum riskieren

Unter einem Foto von Bongino auf einer Veranstaltung schrieb Tägtgren zunächst: „Keep on rocking in the free world!“ Als andere Nutzer die kryptische Unterstützungsbekundung thematisierten, legte er nach: „Ich bin nicht hier für eine Debatte. Ich bin für die Unterstützung hier. Es ist zwar nicht mein Land, aber es ist ein Herzensanliegen. Und so unterstütze ich Dan Bongino und seine Optionen.“ Dabei ist sich Tägtgren völlig bewusst, dass ihn das freie Wort in Schwierigkeiten bringen kann.

Enthüllungen über die ÖVP

„Ups, das war’s dann wohl mit meinem Arbeitsvisum für die nächste Tour. Aber vielleicht ist es das wert“, schreibt Tägtgren. Welchen Impfstatus er selbst aufweist, ist unbekannt. Fix ist: Erst vor wenigen Monaten veröffentlichte er mit „Chemical Whore“ ein Lied, das sich äußerst kritisch mit der Pharmaindustrieund deren Rekord-Umsätzen auseinander setzte. Angeblich entstand das Lied aber bereits vor Corona. So oder so: Es zeigt, dass er kein Interesse an einer Einheitsmeinung hat.

Deutscher Metal-Journalist mit Schaum vor dem Mund

Spannend an seinen widerständigen Aussagen ist aber nicht nur der Umstand, dass sich damit der nächste bekannte Künstler aus der Deckung wagt. Sondern auch, dass ein Redakteur des Fachmagazins Metal Hammer absolut null Verständnis für Tägtgrens kritische Haltung hat. Der Artikel beginnt schon mit den Worten: „Man sollte meinen, alle Musiker wären als Leidtragende der Pandemie — geldeinbringende Konzerte waren immerhin lange nicht möglich –, große Befürworter der Impfung gegen das Coronavirus.“

Der Autor regt sich darüber auf, dass „auch vermeintlich aufgeklärte europäische Metaller zu Impfverweigerern oder -gegnern“ gehören. Gerade bei „Szene-Veteranen […] schmerzen solche Einsichten um so mehr“, beklagt sich Musikjournalist Lothar Gerber. Er frage sich „wirklich, wie man sich als auf Tournee angewiesener Musiker einer so offenkundig vernünftigen und einleuchtenden Sache wie dem Impfen verweigern kann.“ Er unterstellt, dass „diese Attitüde […] ein Grund für seinen Ausstieg bei Lindemann“ gewesen sein könnte.

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