AfD

Gender-Zwang mit Wissenschaft unvereinbar

An den Hochschulen in Baden-Württemberg soll gegendert werden. Zur Einführung einer „geschlechtergerechten Sprache“ hat die Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an den wissenschaftlichen Hochschulen Leitlinien verabschiedet. Die AfD spricht von „Gender-Zwang“.

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<p>Symbolbild (Hauswand in Wien, 2007): Charles Hutchins via <a href="https://www.flickr.com/photos/celesteh/852079827/in/album-72157603852372458/">Flickr</a> [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a>] (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild (Hauswand in Wien, 2007): Charles Hutchins via Flickr [CC BY 2.0] (Bild zugeschnitten)

Stuttgart. – Die Hochschulen in Baden-Württemberg sollen sich künftig an den Empfehlungen der verabschiedeten Leitlinien orientieren und in ihrer internen und externen Kommunikation „gendergerechte Sprache“ verwenden. „Sprache erzeugt Bilder im Kopf, und wir wollen diese Bilder so divers wie möglich halten, damit unsere Handlungen dieser Vielfalt gerecht werden“, erklärte die Sprecherin der Landeskonferenz, Birgid Langer, der Nachrichtenagentur dpa. Ein verpflichtendes Gendern gibt es allerdings keines.

AfD warnt vor „Gender-Zwang“

Kritik an den Vorgängen kommt von der AfD. „Wenn die Grünen in Baden-Württemberg einen Gender-Zwang an den Hochschulen errichten wollen, entlarven sie sich als die Öko-Marxisten, die sie immer schon waren“, kommentierte die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch. Denn Zwang und Unfreiheit hätten „grün-sozialistische Wurzeln“. Die deutsche Sprache stehe nicht zur Disposition von Ideologen, die ihre Agenda den Menschen aufzwingen wollten, denn die große Mehrheit der Deutschen sei gegen das Gendern, meint von Storch.

Enthüllungen über die ÖVP

Sprache entwickle sich zwar immer weiter, aber nicht auf Befehl einer „selbstherrlichen Elite“, stellt die AfD-Politikerin klar. Vielmehr soll diese Veränderung vom Volk aus ihre Entwicklung nehmen. Eine grüne Wissenschaftsministerin, die die Freiheit der Wissenschaft verrät, sei daher untragbar.

Kritik von CDU

CDU-Landtagsfraktionschef Manuel Hagel zeigt sich ebenfalls skeptisch. Zwar hält er Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern für ein wichtiges Anliegen: „Ich glaube aber nicht, dass der systematische Umbau unserer gewachsenen Sprache mit typographischen Sonderzeichen und entgegen unseres natürlichen Sprachgefühls hier einen sinnvollen Beitrag zur Sensibilisierung leisten kann.“ Hagel befürchtet dadurch Spaltung und Polarisierung. Es dürfe keine Art „Elitensprache“ entstehen, warnt der CDU-Politiker.

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