FPÖ Graz wählt neues Spitzenduo

Nach den Rücktritten in der Grazer FPÖ-Finanzaffäre wird Claudia Schönbacher neue Parteichefin und Stadträtin. Alexis Pascuttini ist neuer Klubobmann.

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<p>Symbolbild: Rathaus am Grazer Hauptplatz / Bild: Anna Saini [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Graz,_Rathaus,_Bild_6.jpg">via Wikimedia Commons</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Symbolbild: Rathaus am Grazer Hauptplatz / Bild: Anna Saini [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Graz. – Bei der Stadtleitungssitzung am Mittwochabend hat die FPÖ Graz eine neue Führung gewählt. Die FPÖ-Gemeinderätin Claudia Schönbacher – bei der letzten Wahl auf Listenplatz drei – beerbt Mario Eustacchio als Parteichefin und Stadträtin, Alexis Pascuttini – Obmann der FPÖ Gösting – übernimmt den Posten des Klubobmanns von Armin Sippel.

Rücktritte von Eustacchio und Sippel

Noch-Vizebürgermeister Eustacchio und Ex-Klubobmann Sippel hatten Ende Oktober wegen einer Finanzaffäre ihren Rücktritt erklärt. Es steht der Verdacht im Raum, dass mit Klubförderungen, die von Steuerzahler finanziert werden, Extragagen bezahlt wurden. Mit den Rücktritten wollen beide laut eigenen Aussagen „Schaden von der freiheitlichen Gesinnungsgemeinschaft“ abwenden. „Wir werden in den nächsten Tagen volle Kooperation bei der Aufklärung der in Rede stehenden Anschuldigungen leisten“, teilten Eustacchio und Sippel mit.

Enthüllungen über die ÖVP

Anfang der Woche gab es den nächsten Aufreger: Der langjährige Klubdirektor und Finanzreferent der FPÖ Graz, Matthias Eder, soll über Jahre mehrere hunderttausend Euro veruntreut haben. Er erstattete deshalb Selbstanzeige, machte den entstandenen Schaden durch eine Zahlung in Höhe von 700.000 Euro an die Staatsanwaltschaft wieder gut und trat aus der Partei aus.

FPÖ-Landeschef Mario Kunasek gab nun als oberstes Ziel aus, die „Vorwürfe restlos aufzuklären und den tatsächlich entstandenen Schaden zu ermitteln“. Neben den Rechnungsprüfern der FPÖ werde ab sofort auch eine renommierte Wirtschaftsprüfungskanzlei die Gebarung der FPÖ Graz prüfen.

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