Der Wind der Geschichte – die Coronamachtdemonstration!

Mit Superlativen sollte man sparsam umgehen. Doch die machtvolle Demonstration von über 100.000 Menschen am vergangenen Samstag in der Wiener Innenstadt hat gezeigt, dass ein gar nicht so leiser Teil der Bevölkerung nicht mehr bereit ist, die Corona-Politik und die Bevormundung der Bundesregierung völlig kritiklos hinzunehmen.

Hans-Jörg Jenewein
6 Minuten

Doch fangen wir weiter vorne an:

Seit über 20 Monaten dominiert die Corona-Pandemie nicht nur die globale politische Debatte; jegliche Maßnahme, sei sie gesundheitspolitisch, wirtschaftspolitisch oder gesellschaftspolitisch, wird seit bald zwei Jahren maßgeblich von Corona beeinflusst. Waren es am Anfang noch die Vorgaben der Kurz-Administration „die Kurve flach zu halten“ – und wer erinnert sich nicht an die täglichen Pressenkonferenzen mit den wortreichen Appellen –, so hat ab Februar 2021 die Dynamik der Politkommunikation durch die „Corona-Impfung“ eine neue Dimension bekommen.

Enthüllungen über die ÖVP

Spaltung der Gesellschaft

Der „Gamechanger“ war am Markt und die meisten politischen Spieler am Feld haben klar kommuniziert: Die Impfung bringt uns unser gewohntes Leben zurück. Bis in den Frühsommer hinein haben sich die Kommentatoren dann auch mit Jubelmeldungen über die „Vollimmunisierungen“ überschlagen – bis es spätestens ab August zur Ernüchterung gekommen ist. Die Wirkung ist offenbar doch nicht so stark, wie ursprünglich erwartet, der Widerstand bei einem gar nicht so kleinen Teil der Bevölkerung gegen das Vakzin wurde immer deutlich spürbarer. Viele ließen sich nur widerwillig impfen – eben damit sie ihre Ruhe haben, damit sie auf Urlaub fahren können. Eine anonyme Jugendliche hat es im Juli im Zuge eines TV-Interviews auf den Punkt gebracht: „Mir ist Corona egal und ich hau mir jedes Wochenende so viel Gift rein, da kommts auf die Impfung auch nicht mehr an …“

Bemerkenswert an all den Auseinandersetzungen pro und contra Impfung war dabei die Tatsache, dass schon relativ bald die rationale Analyse in den Hintergrund getreten ist. Es hat sich eine Art Glaubensbekenntnis breit gemacht; eine typische Schwarz-Weiß-Malerei, die einerseits die wissenschaftsaffinen Gebildeten gegen die Covidioten, die Schwurbler und Volltrotteln stellte. Wer sich impfen ließ, der war – klar – ein aufgeklärter, progressiver und kritischer Geist, der Rest war verhetzt, dumm und musste zur Raison gebracht werden. Es entstand ein Riss quer durch unsere Gesellschaft, quer durch das Volk, der auch vor Familien nicht mehr Halt machte.

Freundschaften wurden dadurch beendet, weil man dem Gegenüber schlicht Dummheit, Ignoranz und Gemeingefährdung unterstellte. Die obersten Organe der Republik taten das ihre dazu, um weiter heftig Öl ins Feuer zu gießen und um die Lage weiter eskalieren zu lassen. Freilich nicht ohne Hintergedanken: Denn wer da glaubt, dass es sich um einen reinen Zufall handelt, wenn ungeimpfte Pfleger von einer Ministerin als „Todesengel“ bezeichnet werden, der irrt. Es geht vielmehr darum, das innenpolitische Chaos weiter voranzutreiben, um dem eigentlichen Messias, dem ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz zum Comeback zu verhelfen. Denn nur wenn das Chaos der Bundesregierung in einer neuerlichen Regierungskrise gipfelt, kann „Er“ uns erlösen, er allein. Der Ruf nach Sebastian Kurz wird dann ein sehr lauter werden …

Die Rechnung wird halt nur vielerorts ohne den Wirt gemacht. In dem Fall ist der Wirt jener Teil der Bevölkerung, der nicht mehr bereit ist, als Spielball für die Regierenden den „billigen Jakob“ zu geben.

Streit um Impfpflicht

Just am letzten Donnerstag kündigte Bundeskanzler Schallenberg für Februar eine allgemeine Impfpflicht an und sendete damit ein Signal an die Bevölkerung, das weder zur Aussöhnung noch zur Verständigung dienen sollte. Ganz im Gegenteil verdrängen offenbar weite Teile der ÖVP, dass es viele Menschen in diesem Land gibt, die wohl geimpft sind, die sich jedoch keinesfalls einem Impfdiktat ausgesetzt sehen wollen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil eben dieser experimentelle Impfstoff, der momentan am Markt ist, eine Vielzahl an Nebenwirkungen mit sich bringt. Alleine das auszusprechen, bringt mich sofort in die Gefahr, selbst als „Schwurbler“ zu gelten. Ein Vorwurf, mit dem ich leben kann.

Tatsächlich haben sich ja in den vergangenen Monaten mehrere Impfstoffhersteller bereits vom Markt verabschieden müssen. Astra Zeneca etwa ist in Österreich gar nicht mehr zu bekommen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson wird demnächst nicht mehr verimpft und kürzlich wurde bekannt, dass der Impfstoff Moderna nicht mehr an Männer unter 30 Jahren verabreicht werden darf. Warum eigentlich, wenn alles so ganz harmlos ist? Hat hier „die Wissenschaft“ etwa in den vergangenen Wochen und Monaten neue Erkenntnisse gewonnen?

Auch wenn der Mainstream darüber nicht gerne berichtet, so ist in der breiten Masse der Bevölkerung die Unsicherheit, was Wirkung und Nebenwirkung betrifft, längst angekommen. Mittlerweile kennt jeder irgendjemanden, der auf Grund starker Nebenwirkungen des Impfstoffs medizinisch versorgt werden musste oder gar unter lebenslangen Nebenwirkungen wird leiden müssen. Die Verweigerung alternative Behandlungsmethoden überhaupt zu diskutieren, zeugt auch nicht gerade von breitflächigem Verständnis und so bleibt dann dem Volk nicht mehr viel Handlungsspielraum – außer der klare und laute Protest auf der Straße.

Und dieser Protest hat sich am Samstag in Wien und am Sonntag in Linz gezeigt.

Protest auf der Straße

Während die Regierungslautsprecher Kronen-Zeitung und ORF die Teilnehmerzahlen runterspielen und damit einmal mehr ihre eigene Rolle und Bedeutung weit überschätzen, haben rund 100.000 Kundgebungsteilnehmer gezeigt, dass nicht nur friedlicher Protest gegen diese Regierung und deren Maßnahmen möglich ist; diese Kundgebung war auch der Auftakt für die Abschlusstournee dieser Bundesregierung. Denn eines ist klar: Wer permanent Politik gegen die Interessen eines guten Drittels der Bevölkerung macht, der wird am Ende auch seine komfortable Mehrheit verlieren. Denn die Solidarisierungswelle bei all jenen, die derzeit noch zähneknirschend mit dem Messer im Sack stillschweigend alle Maßnahmen mittragen, sollte nicht unterschätzt werden. Der Wind der Geschichte wird jedenfalls über Politirrtümer wie Schallenberg, Mückstein und Co relativ schnell hinwegwehen. Und auch deren Nachfolger sollten sich nicht wundern, wenn eines Tages 500.000 Menschen vor dem Parlament stehen und dort so lange bleiben, bis die Regierung geht. Dieser Tag ist nahe!

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