FPÖ - Unterschreiben gegen Impfzwang
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Griechenland

Monatliches Bußgeld für ungeimpfte Senioren

Die griechische Regierung führt eine Impfpflicht für alle Personen über 60 ein. Wer bis zum 16. Jänner nicht mindestens einmal geimpft ist oder einen Imfptermin nachweisen kann, muss eine monatliche Geldstrafe zahlen.

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<p>Bild: Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kyriakos_Mitsotakis_b_Mar_2016.jpg">DTRocks</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis / Bild: DTRocks, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Athen. – In Griechenland müssen sich Menschen über 60 bis zum 16. Jänner mindestens einmal impfen lassen. Tun sie das nicht bzw. können sie keinen vereinbarten Impftermin nachweisen, droht ihnen von da an eine monatliche Geldstrafe in Höhe von 100 Euro. Das kündigte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis heute im öffentlich-rechtlichen Fernsehen an. „Es gibt nur eine Altersgruppe, die darauf besteht abzuwarten: Von den 580.000 ungeimpften Bürgern über 60 Jahre haben sich im November nur 60.000 impfen lassen. Und leider sind es gerade die über 60-Jährigen, die krank werden und sterben“, sagte er.

Impfpflicht ausgeweitet

Damit erweitert die Regierung die Impfpflicht auf die Senioren. Sie gilt bereits seit September für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Pflege. Das angekündigte Bußgeld in Höhe von 100 Euro sei keine Strafe, sagte der Ministerpräsident: „Ich würde es eine Gesundheitsabgabe nennen.“ Um die Strafen einheben zu können, soll die staatlichen Sozialversicherung die Daten der ungeimpften Personen an das Finanzamt weiterleiten, das dann für die Eintreibung der Geldbuße zuständig ist. Es fließt dann in einen Fonds zur Krankenhausfinanzierung. „Ich sehe darin auch einen Akt der Gerechtigkeit gegenüber der großen Mehrheit der Geimpften“, so Mitsotakis.

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Starke Beschränkungen für Ungeimpfte

Der EU-Gesundheitsbehörde zufolge sind in Griechenland bisher 62 Prozent der rund elf Millionen Einwohner vollständig geimpft. Einen landesweiten Lockdown schließt die Regierung kategorisch aus und setzt stattdessen auf Einschränkungen für Ungeimpfte. Seit Anfang November brauchen diese sogar für Behördenbesuche einen negativen Test.

Unter den über Zwolfjährigen ist die Quote jener, die eine Impfung abgeschlossen oder einen Impftermin vereinbart haben, in den vergangenen zwei Wochen von 71 auf 75 Prozent gestiegen. Hintergrund dürften die neuen Beschränkungen für Ungeimpfte sein, die die griechische Regierung eingeführt hat. So gilt in der Gastronomie und in allen Veranstaltungsräumen wie Theatern, Kinos und Sporthallen jetzt die 2-G-Regel. Das heißt, dass dort nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Am Arbeitsplatz hingegen gilt die 3-G-Regel. Wer nicht geimpft ist, muss zweimal pro Woche auf eigene Kosten einen amtlichen negativen Test vorlegen.

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