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Exklusiv vor Ort

So ist die Lage an der Grenze zur Slowakei

Die schweren Kämpfe im Osten des Landes sind auch im äußersten Westen des Landes spürbar. Auch die slowakische Grenze gerät zunehmend in den Fokus. Tausende warten dort zur Ausreise. Die TAGESSTIMME berichtet exklusiv aus der Ukraine.

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<p>Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge. (c) FREILICH/TAGESSTIMME</p>

Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge. (c) FREILICH/TAGESSTIMME

Seit Samstag nimmt die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge in der Slowakei zu. In Košice, der zweitgrößten Stadt des Landes in unmittelbarer Nähe zur ukrainischen Grenzstadt Uschgorod, waren die Hotels und Unterkünfte nahezu ausgebucht. Am Grenzübergang Vyšné Nemecké sind indessen hunderte freiwillige Helfer, slowakische Sicherheitskräfte und die Armee im Einsatz, um die Ankömmlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. Der weitaus größte Teil sind Frauen und Kinder sowie ältere Männer. Auch zahlreiche Migranten aus Afrika und Pakistan sind dabei, das Land zu verlassen. Auf ukrainischem Territorium harren Tausende in ihren Autos aus – kilometerweit zieht sich der Stau ins Landesinnere. Trotzdem ist die Stimmung ruhig, die Ordnungskräfte haben die Lage im Griff.

Hilfspakete für die Flüchtlinge. (c) FREILICH/TAGESSTIMME
Ukrainische Flüchtlinge. (c) FREILICH/TAGESSTIMME

Der kleinere Grenzübergang Ub`la/Welykyi Beresny war hingegen gestern vorübergehend durch die slowakische Polizei gesperrt. Grund hierfür war ein Konvoi der slowakischen Regierung mit Hilfsgütern.

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Polizeikontrolle an der Grenze. (c) FREILICH/TAGESSTIMME
Der Polizeikonvoi mit den Hilfsgütern. (c) FREILICH/TAGESSTIMME
Im Westen spielen Kinder Fußball, im Osten herrscht Krieg

Weiter im Landesinneren ist kaum etwas davon zu spüren, dass sich die Ukraine im Krieg befindet. Die Geschäfte haben weiter geöffnet, die Regale sind gefüllt. Auch an den Tankstellen gibt es keine bemerkenswerten Schlangen. Stattdessen sind die Autowaschanlagen gut frequentiert, auf den Fußballplätzen vertreiben sich Kinder ihre Zeit. Nur die zahlreichen Checkpoints, an denen die Papiere und die Autos kontrolliert werden, und die Soldaten, die teilweise in Privat-PKWs unterwegs sind, erinnern einen hier – 700 Kilometer von Kiew entfernt – daran, dass Kriegszustand herrscht.


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