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Rossgram

Russland stellt Alternative zu Instagram vor

Nach der Blockade von Instagram in Russland arbeiten russische Entwickler an einer eigenen Foto- und Videoplattform.

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<p>Bild: Die Sperre von Instagram trat mit 14. März in Kraft / Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/30478819@N08/51569186790">flickr</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Die Sperre von Instagram trat mit 14. März in Kraft / Bild: flickr CC BY 2.0 (Bild zugeschnitten)

Moskau. – Nachdem der Facebook- und Instagram-Mutterkonzern Meta angekündigt hatte, aus Solidarität mit der Ukraine antirussische Gewaltaufrufe auf seinen Plattformen tolerieren zu wollen, reagierte Russland mit einer Totalsperre (DIE TAGESSTIMME berichtete). Russische Entwickler wollen nun mit einer einheimischen Instagram-Alternative in die Bresche springen.

Monetarisierung, Fundraising, Empfehlungen

Die neue russische Foto- und Video-Plattform heißt Rossgram. Seit gestern Nachmittag schreiben die Betreiber auf ihrer Website: „Am 28. März 2022 wird das russische Pendant zu Instagram mit seinen bekannten Funktionen und mobilen Anwendungen für Android und iOS an den Start gehen.“ Die Entwickler versprechen Monetarisierungsinstrumente für die Nutzer, bezahlten Zugang zu Inhalten, eine Fundraising-Funktion, ein Empfehlungsprogramm und mehr. Wer Interesse hat, kann sich jetzt registrieren und erhält dann weitere Informationen. Zunächst sollen Top-Blogger mit mehr als 100.000 Abonnenten, Sponsoren und Investoren einen Zugang erhalten, im Laufe des kommenden Monats dann auch normale Nutzer.

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„Gelegenheit nicht verpassen“

Die Entwickler bezeichnen die Plattform in ihrem offiziellen Telegram-Kanal auch selbst als „russisches Instagram“. „Wir wollen die Gelegenheit nicht verpassen, ein russisches Äquivalent des beliebten sozialen Netzwerks zu schaffen“, so Alexander Sobow, einer der Gründer von Rossgram. „Mein Partner Kirill Filimonow und unsere Gruppe von Entwicklern waren bereits auf diese Entwicklungen vorbereitet“, erklärte Sobow, der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Initiative, in Bezug auf die Sperre der russischen Behörden. Erst im November hat Gazprom Media die TikTok-Kopie Yappy gestartet. Das staatliche Konglomerat Rostec entwickelt inzwischen Smartphones, um Abhängigkeiten von westlichen Angeboten zu reduzieren.

Weitere Seiten gesperrt

Unterdessen haben die russischen Behörden die Sperrung von mindestens 15 weiteren Websites angeordnet, darunter russische sowie ausländische Medien. Unter den geblockten Medien sind auch mehrere ukrainische Medien und ein estnisches Portal, das eine russischsprachige Version betreibt. Wie der Spiegel berichtet, waren die Internetseiten über virtuelle private Netzwerke (VPN), mit denen sich Netzsperren durch eine Art Datentunnel umgehen lassen, weiterhin zu erreichen.

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