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„Fridays For Future“ laden weiße Musikerin wegen Dreadlocks aus

Für viele klingt es absurd, aber es ist ein realer Fall: Bei einer Demonstration der „Fridays for Future“-Bewegung wurde die Sängerin Ronja Maltzahn ausgeladen, weil sie als weiße Frau Dreadlocks trägt.

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Symbolbild (CC0)

Hannover. – Die Hannover Ortsgruppe von „Fridays For Future“ hat den Auftritt von Ronja Maltzahn bei ihrer Demonstration wieder abgesagt. Der Grund ist die Frisur der Sängerin. Die von ihr getragenen Dreadlocks seien ein Widerstandssymbol der Bürgerrechtsbewegung der USA gewesen. „Wenn eine weiße Person also Dreadlocks trägt, dann handelt es sich um kulturelle Aneignung, da wir als weiße Menschen uns aufgrund unserer Privilegien nicht mit der Geschichte oder dem kollektiven Trauma der Unterdrückung auseinandersetzen müssen“, schrieben die Klimaschützer zur Begründung.

Öffentlich gemacht hat die skurrile Absage die Künstlerin selbst. Weil man bei „FFF“ „auf ein antikolonialistisches und antirassistisches Narrativ“ setze, sei es für sie „nicht vertretbar“, eine „weiße Person mit Dreadlocks auf der Bühne zu haben“. Als Kompromiss boten sie der Musikerin an, auftreten zu können, wenn sie sich bis Freitag ihre Dreadlocks abschneide. Immerhin hatte man auch eine Entschuldigung parat: „Uns tut es leid, dass wir es überhaupt zu der Situation haben kommen lassen und uns nicht ausführlich genug damit beschäftigt haben, welche Künstler*innen für unsere Demo angefragt werden.“

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