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„Smart Citizen Wallet“

Bologna führt Pilotprojekt für Sozialkredit-System ein

Mit einer neuen App sollen Bürger für tugendhaftes Verhalten belohnt werden.

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Symbolbild (CC0)

Bologna. – Die italienische Stadt Bologna startet ab Herbst mit einem digitalen Innovationsplan, mit dem die Stadtverwaltung in Zukunft Ressourcen sparen möchte. Für Diskussionen sorgt dabei allerdings die Einführung einer App namens „Smart Citizen Wallet“. Wie italienische Medien berichteten, sollen Bürger über diese App Punkte für tugendhaftes Verhalten, also ein soziales Guthaben, bekommen. Wer den Müll trennt, die öffentlichen Verkehrsmittel oder keine Strafzettel bekommt, der wird dann mit Vergünstigungen belohnt. Die Benützung der App soll für die Bürger aber vorerst freiwillig sein. In Rom wird eine entsprechende „Citizen Wallet“-App bereits getestet.

Warnungen vor Sozialkreditsystem

Kritiker warnen jedoch vor den möglichen Gefahren der digitalen Identität (bspw. Überwachung und Datenschutz etc.) und sprechen von einem Sozialkreditsystem, wie man es aus China kennt. Befürchtet wird vor allem, dass durch ein solches System die Menschen in gute und schlechte Bürger eingeteilt werden. Während die „tugendhaften“ Bürger Vorteile genießen, könnten die „schlechten“ Bürger irgendwann immer mehr aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen werden.

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