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„Bitte keine Kinder“

Aldi Nord empört mit „Woke“-Video

Kinder zu haben sei „hochgradig scheiße“ hört man von dem Moderator des Aldi-Talkformats. Schwanger sein, sei „komplett gruselig“, heißt es von seiner „Gästin“, die bei der Vorstellung scheinbar einen Würgereiz bekommt.

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<p>Moderator Theo und Feministin Ida kochen und reden über das Kinderkriegen. Bild: Screenshot YouTube/A Taste of ALDI</p>

Moderator Theo und Feministin Ida kochen und reden über das Kinderkriegen. Bild: Screenshot YouTube/A Taste of ALDI

Essen. – Der Discounter Aldi Nord sorgt momentan mit einem Video auf seinem YouTube-Kanal für Aufregung. Vergangene Woche wurde dort ein Clip mit dem Titel „Bitte keine Kinder – Darum will Ida niemals Mutter sein“ veröffentlicht. Das Video ist Teil eines neuen Talkformats, welches die Supermarktkette als „wöchentlichen Realtalk“ unter dem Titel „A Taste Of“ herausbringt. In der besagten Folge wird dem Zuschauer und Aldi-Käufer erklärt, warum es „hochgradig scheiße“ sei, Kinder zu haben.

Schwanger zu sein, sei „gruselig“

Moderiert wird das Gesprächsformat von einem Ohrringe und Nagellack tragenden Mann namens Theo. Seine, wie es in der Beschreibung des Videos heißt: „Gästin“, ist die 28-jährige Ida Marie. Gemeinsam kochen sie aus Aldi-Produkten eine „Tofu-Bowl“ und unterhalten sich über Idas Wunsch, niemals Mutter zu werden. Ihr sei schon als Kind klar gewesen, dass sie keine Kinder bekommen möchte. Die Vorstellung, schwanger zu sein, sei „komplett gruslig“, so die 28-Jährige. Sie vergleicht den Zustand mit dem Film „Alien“, bei welchem ein außerirdisches Wesen im Körper einer Frau lebe und sich von ihm ernähre. Des Weiteren scheinen Schwangerschaft und Kinder bei Ida Würgereize hervorzurufen.

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Video stößt auf viel Kritik in den sozialen Medien

Die Aufmachung und Aussagen des Videos sorgten in den sozialen Medien in den letzten Tag für viel Empörung. Gerade auf Instagram erntete Aldi viel Kritik. Von „Also ich geh dann mal zu Lidl. Da sind Familien anscheinend noch willkommen“ bis „ekelhaft“. Ein anderer User schrieb: „Die Aussagen im Video sind einfach nur beleidigend, degeneriert und niveaulos. Das kann man auch nicht mit ‚Multiperspektivität‘ und ‚Wir wollen ja nur alle Lebensentwürfen Raum bieten‘ legitimieren“.

Der Discounter reagierte auf die viele Kritik unter anderem bei Twitter: „Mit unserem Format ‘A Taste Of’ geben wir bewusst Raum für Perspektiven und Meinungen zu gesellschaftlichen Themen – ohne sie zu werten. Denn als Grundversorger ist Aldi für alle da! Diese Haltung soll auch die aktuelle Folge widerspiegeln.“ Ein Instagram-Nutzer schrieb dazu: „Die Begründung kaufe ich euch nicht ab. Wo ist den der entsprechend ‚starke‘ Gegenentwurf einer traditionell-lebenden Großfamilie? Ansonsten bedient ihr einfach simplifizierte politische Botschaften. Als Supermarkt, der mir eigentlich nur meine Bedürfnisse befriedigen soll, finde ich das allerdings fraglich – wieso muss man Tofu-Gerichte und Wein mit so etwas bewerben?“

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