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Deutsche Katholiken fordern Segnung homosexueller Paare

Manchen gilt die Kirche noch als ein konservatives Bollwerk, doch auch hier macht sich der Zeitgeist immer mehr bemerkbar. Mittlerweile fordert die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken eine Segnung von homosexuellen Paaren.

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<p>Symbolbild Regenbogenfahne: Ludovic Bertron from New York City, Usa [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rainbow_flag_and_blue_skies.jpg">via Wikimedia Commons</a> [Bild zugeschnitten]</p>

Symbolbild Regenbogenfahne: Ludovic Bertron from New York City, Usa [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Berlin. – Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, hat eine Normalisierung von Segnungsgottesdiensten für homosexuelle Paare gefordert. „Eine Kirche, die glaubwürdig und menschenfreundlich sein möchte, sollte Gottes Segen nicht verweigern, sondern spenden“, erklärte sie gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Nach eigener Aussage freue sie sich über jedes gesegnete Paar und sie „hoffe, dass niemand mehr, der ehren- oder hauptamtlich in meiner Kirche engagiert ist, sich mit seiner Sexualität verstecken muss“.

Um homosexuellen Paaren künftig den Segen zu erteilen, müssten Zwei-Drittel der Bischöfe dem zustimmen. Doch auch ohne Zustimmung gab es Mitte März bereits einen „queeren“ Gottesdienst, bei dem sich Kardinal Reinhard Marx in der Messe für den Umgang der katholischen Kirche mit sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten entschuldigte.

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Damit ist er nicht allein, auch die evangelische Kirche hat sich bereits für ihr vermeintlich diskriminierendes Verhalten gegen Homo- und Transsexuelle entschuldigt. Der Landesbischof Friedrich Kramer bat für „all das Leid für Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität, das seitens der Kirche bis heute mit verursacht und toleriert wurde“ um Verzeihung. Unterstützung kommt auch aus der Politik. „Für mich ist jede Liebe segnenswert. Ich verstehe die Diskussion da nicht“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im vergangenen September.

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