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Deutsche Verbraucherzentralen fordern 29-Euro-Ticket für den Nahverkehr

Geht es nach den Verbraucherschützern, sollen Bürger auch dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets günstig mit Bus und Bahn fahren.

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<p>Bild: Regionalbahn in Deutschland / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:MRB_VT_618_(9494294918).jpg">Torsten Maue from Magdeburg, Deutschland</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0CC BY-SA 2.0 Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0">CC BY-SA 2.0</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Regionalbahn in Deutschland / Bild: Torsten Maue from Magdeburg, Deutschland, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Berlin. – Dank des 9-Euro-Tickets ist es seit Anfang Juni in Deutschland möglich, bundesweit beliebig viele Fahrten in Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs zu unternehmen. Nun fordern die Verbraucherzentralen auch als Entlastung von steigenden Preisen ein Anschluss-Angebot für die 9-Euro-Tickets im bundesweiten Nahverkehr. Diese können nämlich nur noch bis Ende August gekauft und genutzt werden.

Grüne und Linke für günstiges Angebot

Die Chefin des Bundesverbands (vzbv), Jutta Gurkmann, sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein leicht buchbares Ticket für alle Busse und Bahnen im Nahverkehr sollte für einen monatlichen Preis von 29 Euro, also rund einen Euro pro Tag, angeboten werden. „Das würde in der Preiskrise alle entlasten, insbesondere aber Haushalte mit wenig Geld, und zudem der nötigen Verkehrswende mehr Schub geben.“

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Die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang sprach von einem „Folgeangebot“ für das 9-Euro-Ticket: „Wir lassen jetzt untersuchen, ob Menschen wegen des Tickets wirklich vom Auto auf die Bahn umsteigen. Sollte das so sein, müssen wir in der Koalition unbedingt darüber reden, wie wir an diesen Erfolg anknüpfen können“, so Lang. Aus Sicht der Linken sollte die Vergünstigung des Nahverkehrs mindestens bis Jahresende verlängert werden.

FDP will Evaluierung abwarten

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte, er habe den Vorschlag der Verbraucherzentralen zur Kenntnis genommen. Weitere Fragen stellten sich aber erst nach der vorgesehenen Evaluierung. Der Minister erläuterte mit Blick auf den Ausgleich von Einnahmeausfällen durch den Bund, dass die 9-Euro-Tickets außerhalb der Bedingungen der Corona-Pandemie etwas mehr als eine Milliarde Euro im Monat kosteten. Die Verbraucherzentralen fordern, die Bundesregierung müsse eine Weiterentwicklung des erfolgreichen 9-Euro-Tickets für ein nötiges weiteres Entlastungspaket aufgreifen.

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