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Corona

Lauterbach warnt vor „Long Covid“

Langzeitfolgen von Corona-Infektionen stellen laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine beträchtliche Bedrohung für Arbeitsmarkt und Gesellschaft dar.

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<p>(c) Deutscher Bundestag/Achim Melde</p>

(c) Deutscher Bundestag/Achim Melde

Berlin. – Laut Karl Lauterbach (SPD) werde die Gefahr von denen als „Long Covid“ bekannte Langzeitnachwirkungen der Corona-Infektion „mega unterschätzt“. Weder spezialisierte Ärzte noch Therapieplätze habe man, um mit den aktuellen Zahlen oder den kommenden umzugehen. „Das wird auch für den Arbeitsmarkt relevant sein“, so Lauterbacht weiter. Menschen, die unter „Long Covid“ leiden, würden nicht mehr die volle Arbeitsfähigkeit erreichen. Dabei ist ein schwerer Erlauf unerheblich, die Infektion, auch mit der Omikron-Variante, könnte bereits die Langzeitnachwirkungen auslösen. Laut Versichertendaten der Techniker Krankenkasse waren 2020/21 1% der Infizierten für durchschnittlich 105 mit „Long Covid“ krankgeschrieben.

Maßnahmen in Vorbereitung

Für die dunklen und gewohnheitsmäßig krankheitsintensiveren Monate fordert Lauterbach ebenfalls die vierte Impfung für Menschen über 60. „Warten auf angepasste Impfstoffe dauert zu lang und ist zu riskant“ postete er auf Twitter. Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist mit derlei Empfehlungen zurückhaltend. Eine zweite Boosterimpfung für alle Altersklassen empfehlen sie aktuell nicht. Der Hausärzteverband bekennt sich zu einer neuen Impfkampagne nicht allein für die vierte Impfung, sondern auch um die übrigen „Impfrückstände“ noch vor dem Herbst aufzuholen. Kritiker sehen in den Warnungen von Gesundheitsminister Panikmache und die erwartete Maßnahmenverschärfung eine weitere Verschärfung der Wirtschaftskrise.

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