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Deutsche Stahlindustrie nicht mehr wettbewerbsfähig

Der Stahlproduzent ArcelorMittal hat bereits Konsequenzen gezogen und seine Produktion heruntergefahren. Weitere Hersteller könnten folgen. Aufgrund der gestiegenen Energiekosten ist die Stahlproduktion in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig.

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<p>Thyssen-Stahlwerk in Duisburg, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F079044-0020,_Duisburg,_Thyssen-Stahlwerk,_Arbeiter_am_Hochofen.jpg">Bundesarchiv, B 145 Bild-F079044-0020 / CC-BY-SA 3.0</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 DE</a>, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Thyssen-Stahlwerk in Duisburg, Bundesarchiv, B 145 Bild-F079044-0020 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Die Stahlindustrie war und ist ein wichtiger Bestandteil des deutschen Wohlstands. Die Politik in Bund und Ländern plant schon lange ihren grünen Umbau. Das setzt die Unternehmen hierzulande unter großen Druck. Schließlich konkurrieren sie mittlerweile nicht mehr nur mit den Amerikanern, sondern auch chinesischen Billiganbietern. Die Verwerfungen der Coronapandemie und der Krieg in der Ukraine haben aber gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sind. Sich vollständig auf den Stahlimport zu verlassen, wäre ein großes Risiko für zahlreiche Wirtschaftszweige.

Jetzt kommen die massiv gestiegenen Energiepreise hinzu. Bisher hat die Bundesregierung keinen Plan vorgelegt, wie sie der Schwerindustrie über den Winter helfen will. Christian Vietmeyer, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung, warnt: „Wir stecken in einer handfesten Industriekrise. Die Unternehmen drosseln ihre Produktion – täglich verlieren wir Wertschöpfung, die nicht zurückkommen wird.“ Die Politik müsse bei ihrem Entlastungspaket schleunigst nachbessern.

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Kommt die Verstaatlichung?

Die ökologische Transformation der Stahlproduktion beschäftigt die Politik seit einigen Jahren. Immer wieder steht eine Staatsbeteiligung an wichtigen Wirtschaftsakteuren im Raum, sogar eine vollständige Verstaatlichung ist denkbar. So versprach der erfolglose SPD-Spitzenkandidat im nordrhein-westfälischen Landtagswahlkampf, Thomas Kutschaty, 30 Milliarden Euro in die grüne Zukunft des Stahls investieren zu wollen. Im Zentrum der Bemühungen um den deutschen Stahl steht Sigmar Gabriel. Der Ex-Vizekanzler und -Wirtschaftsminister ist seit 2022 Aufsichtsratsvorsitzender von Thyssenkrupp Steel Europe. Der Plan: Die Fusion von Thyssenkrupp und der niedersächsischen Salzgitter AG zur Deutschen Stahl AG. Der Staat soll dabei eine tragende Rolle spielen, das Ziel ist die komplette Verstaatlichung. Auch der frühere Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) sprach sich für eine Staatsbeteiligung aus. Gleichzeitig forderte er Strafzölle für Stahl aus Drittländern. Die FDP und der CDU-Wirtschaftsrat lehnen eine Staatsbeteiligung bisher ab.

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