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Umfrage

Jedem dritten Lebensmittelhersteller droht die Pleite

Mittelständische Betriebe leiden unter den stetig steigenden Energiepreisen. Der Verband der Ernährungswirtschaft warnt vor einer Pleitewelle.

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<p>Symbolbild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lebensmittel_u_Genuss.jpg">NDSler</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons</p>

Symbolbild: NDSler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Herstellung von Lebensmitteln ist energieintensiv. Die gestiegenen Strom- und Gaspreise treffen diese Branche deshalb besonders hart. Laut einer Umfrage des Verbands der Ernährungswirtschaft (VdEW) sind bis zu 30 Prozent der Unternehmen konkret von der Insolvenz bedroht. Dies ließe sich nur durch eine sofortige Senkung der Energiepreise abwenden. „Die Unternehmen müssen im Vergleich zum Vorjahr teilweise mehr als das Fünfzehnfache an Energiekosten zahlen“, sagt VdEW-Hauptgeschäftsführer Vehid Alemić. „Das sind teilweise Millionenbeträge. Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen fehlt dafür die Liquidität. Bleiben die Preise so, bedeutet das für tausende Betriebe in Deutschland das Aus.“ Befragt wurden die rund 300 Mitgliedsbetriebe des VdEW. Rechnet man das Ergebnis auf die gesamte Branche hoch, stehen etwa 200.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Gravierende Folgen für Wirtschaft und Verbraucher

Eine Pleitewelle in der Lebensmittelindustrie hätte leere Supermarktregale zur Folge. Auch solvente Hersteller müssten ihre Produktion anpassen, wenn Vorprodukte wegfallen. Alemić warnt, dass die Versorgungskette eines Großteils der in Deutschland hergestellten Lebensmittel zusammenbrechen könnte. Die dann noch verfügbaren Lebensmittel würden im Preis deutlich steigen.

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Aus Verbrauchersicht schließt sich hier ein weiteres Problem an. Sollte es tatsächlich zu einer Pleitewelle kommen, würden mittelfristig große Konzerne ihre Produktion ausweiten und an die Stelle kleinerer Unternehmen treten. Die bereits jetzt außerordentlich große Marktmacht von Unternehmen wie Nestlé oder Unilever würde dadurch weiter anwachsen.

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