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Deindustrialisierung & Blackout

Wie die Regierung unsere Zukunft verzockt

Die Wirtschaft steuert hierzulande ganz offensichtlich auf eine Katastrophe zu. Dazu passt, dass der bundesdeutsche Städte- und Gemeindebund großflächige Stromausfälle befürchtet, wie er der Presse am 10. September meldete.

Meinungvon Gerd Mannes
4 Minuten
<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Snapshot6_-_Kopie.jpg">Moritz Lahn Christian Minaty GbR</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons</p>

Der renommierte österreichische Blackout-Experte Herbert Saurugg sieht die Gefahr eines großflächigen, länger anhaltenden Stromausfalls für 2022 so hoch wie nie zuvor. Im Interview meint der Österreicher: „Die Gefahr ist durch verschiedene negative Rahmenbedingungen wohl noch nie so hoch, wie im kommenden Winter. Das hängt mit der Abschaltung einer großen Menge an Kern- und Kohlekraftwerken in Deutschland bis Ende des Jahres zusammen. Zum anderen wird kein russisches Gas mehr geliefert. Aber gerade für diese Lücke würden nun Gaskraftwerke gebraucht.“ Denn im Stromversorgungssystem müsse immer genau so viel erzeugt werden, wie gerade verbraucht werde. „Kommt eine Kältewelle vor allem in Südwesteuropa, also auf der Iberischen Halbinsel und in Frankreich dazu, dann könnte es ziemlich brenzlig werden“, so Saurugg. Wir als Gesellschaft seien auf ein solches Ereignis überhaupt nicht vorbereitet. „Denn es geht nicht um den Strom, sondern um einen dadurch ausgelösten weitreichenden Versorgungsausfall in allen Lebensbereichen.”

Fehlende Vorbereitung

Für Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutsche Städte- und Gemeindebundes (DStGB), ist die Lage ernst. Er befürchtet sowohl feindliche Hackerangriffe als auch „eine Überlastung des Stromnetzes – etwa, wenn die 650.000 in diesem Jahr verkauften Heizlüfter ans Netz gehen, sollte die Gasversorgung ausfallen.“ Gegenüber der „Welt am Sonntag“ teilte er mit, dass Deutschland im Fall großflächiger Stromausfälle ungenügend gerüstet sei.

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Das weltweit drittgrößte an einer Börse notierte Unternehmen, die US-Bank JP Morgan, hat Pläne ausgearbeitet, um im Falle eines Blackouts in Deutschland Arbeit in die Büros in London auszulagern. Denn nicht nur der normale Deutsche merkt, dass die Dinge schon länger „unrund“ laufen. Die internationalen Finanzmärkte, das Absinken des Euro auf einen Wert von 0,99 US-Dollar und das ständige Steigen der Gaspreise hatten den Finanzriesen misstrauisch gemacht. Allgemein beginnt man sich offenbar auf „das Schlimmste“ einzustellen. Denn schon seit Beginn der sogenannten deutschen „Energiewende“ erhöht sich die Gefahr eines totalen Stromausfalls in Teilen oder in ganz Europa laufend. Die Folgen wären besonders für Deutschland fatal.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat die durch einen Stromausfall verursachte Katastrophe, höher als jede andere Gefahr bewertet. Die Folgen wären der Behörde zufolge dramatisch: „Ab drei Tage aufwärts würden wir heute einschätzen, dass das zu katastrophalen Zuständen führen würde.“ Blackout bedeutet Festhängen der Aufzüge, Zusammenbruch des Telefonnetzes und der Datendienste, Ausfall der Beleuchtung, Stillstand des Zug- und Straßenbahnverkehrs, Ausfall der Wasserversorgung, Ausfall der Heizungen, massivste Beeinträchtigung der Nahrungsmittelversorgung, Stillstand der Industrieproduktion und etliches mehr. Bei einem Blackout wäre die Beseitigung der Schäden eine Angelegenheit, die wochen- oder monatelang dauern würde.

Stromnetz an Belastungsgrenze

Schon im November 2021 warnte der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns E.ON, Leonhard Birnbaum, dass das Stromnetz aufgrund des Zubaus erneuerbarer Energien an seiner Belastungsgrenze angekommen sei. Und die Autoren Robert Jungnischke und Henrik Paulitz schreiben in ihrem Buch „Strom-Abschaltungen und Blackout-Risiko“, dass mit weiteren Kraftwerksstilllegungen eine wachsende „Stromlücke“ entstünde. Dies habe zur Folge, dass es jederzeit sowohl zu einem ungeplanten Blackout kommen kann, und dass es zu regelmäßigen, vorsätzlichen Stromausfällen kommen muss.“

„Boerse.de“ berichtet, dass Deutschlands größter Energieversorger E.ON damit rechne, dass ein möglicher Weiterbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke über 2022 hinaus den Strommarkt entlasten würde. CEO von E.ON, Leonhard Birnbaum, zum Spiegel: „Wenn die Preise so hoch sind und die Preiskurven so steil, dann hat schon eine relativ kleine gesicherte Leistung große Auswirkungen. Es hätte also wahrscheinlich schon einen signifikanten Effekt.“ Deutschland habe, so der Top-Manager, ein Stromproblem, das nicht nur Folge des angespannten Gasmarktes sei: „Es fehlt uns gesicherte Grundlastleistung, es fehlen uns Kraftwerke. Er äußerte sich offen für Gespräche mit der Politik, wenn sich der Bund für einen Streckbetrieb von Kernkraftwerken wie dem E.ON-Kraftwerk Isar 2 in Bayern entscheiden sollte.

Deutschland braucht Energiemix

Die aktuelle deutsche Energiepolitik ist laut „Wall Street Journal“ die „dümmste Energiepolitik der Welt“. Denn dabei geht es nicht um einzelne Fehler und die Folgen widriger Umstände, sondern um die absichtliche Zerstörung unserer ökonomischen und technologischen Lebensgrundlagen. Robert Habeck und Annalena Baerbock wollen ganz offensichtlich die Deindustrialisierung Deutschlands. Und wenn die FDP, die diese Regierung mitträgt, dabei ein wenig nörgelt, ist das genauso lächerlich und verlogen wie die Erregung der CDU, die diese Energiewende selbst vorbereitet hat. Deutschland braucht dringender denn je einen Mix aus Kernkraft und Kohleenergie, Gas und erneuerbaren Energiequellen. Und dafür steht nur die AfD.


Zur Person:

Gerd Mannes, Jahrgang 1969, ist stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag. Seit November 2018 ist er Mitglied des Bayerischen Landtags.

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