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KentlerGate

Doku über systematischen Kindesmissbrauch

Es liest sich wie das Drehbuch eines Hollywood-Thrillers: Von den 1960er-Jahren bis mindestens 2003 gaben Berliner Jugendämter Kinder und Jugendliche aus schwierigen Lebensverhältnissen in die Obhut von pädophilen Männern.

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<p>Bild: Screenshot Youtube</p>

Bild: Screenshot Youtube

Der Berliner Senat unterstützte diesen systematischen Kindesmissbrauch sogar finanziell. Hinter diesem „Experiment“ steckte der Sozialpädagoge Helmut Kentler, der für den Senat die Unterbringung straffällig gewordener oder obdachloser Minderjähriger neu organisieren sollte. Er war überzeugt davon, dass diese von der „Fürsorge“ der Pädophilen profitieren würden. Dementsprechend plädierte Kentler in seinen Publikationen auch für die Straffreiheit von pädosexuellen Beziehungen und erwirkte als Gutachter in über 30 Missbrauchsfällen Verfahrenseinstellungen oder Freisprüche für die Angeklagten. Selbst angeklagt wurde Kentler nie. Er starb 2008, ohne für seine Machenschaften vor Gericht gestanden zu haben.

Ein Grund dafür mögen seine Kontakte in höchste gesellschaftliche Kreise gewesen sein. Laut einer Studie der Universität Hildesheim aus dem Jahr 2020 existierte ein „Netzwerk quer durch die wissenschaftlichen pädagogischen Einrichtungen (…), in dem pädophile Positionen akzeptiert, gestützt und verteidigt wurden“. Unter den pädophilen „Pflegevätern“ des „Kentler-Experiments“ befanden sich den Forschern zufolge „alleinlebende, mitunter mächtige Männer (…) aus Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und anderen pädagogischen Kontexten“.

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Bisher keine Anklage

Deren Namen wurden allerdings bisher in keiner Studie genannt. Zu einer lückenlosen Aufarbeitung gehört jedoch, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden – ohne Rücksicht auf deren gesellschaftliche Stellung. Ob das passieren wird, ist offen. Zumindest hatte der Berliner Senat 2021 die Universität Hildesheim mit einem weiteren Forschungsprojekt beauftragt, diesmal zur Untersuchung der genannten Netzwerke. Laut dem Senat soll bis zum 31. Oktober 2022 der Zwischenbericht und bis zum 30. September 2023 der Abschlussbericht vorliegen.

Damit die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeit nicht einfach als mediale Randnotiz untergehen, hat das Aktionsbündnis für Ehe & Familie – DemoFürAlle einen Dokumentarfilm mit dem Titel „KentlerGate – Kindesmissbrauch in staatlicher Verantwortung“ produziert, der im Vorfeld des Zwischenberichts erscheint. Der Film wirft nicht nur die Frage nach den Netzwerken auf, sondern beschreibt auch die Persönlichkeit Helmut Kentlers und den zeitgeistigen Hintergrund seines pädokriminellen „Experiments“. Außerdem geht DemoFürAlle einem Aspekt des Kentlerschen Wirkens nach, der häufig unterschlagen wird:

Kentler galt als „Obergutachter der Nation in Fragen der sexuellen Erziehung“ (DIE ZEIT). Er entwickelte die einflussreiche „emanzipatorische Sexualerziehung“, die bis heute unter dem neuen Namen der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ die Lehr- und Bildungspläne dominiert. Kentlers pädophiler Geist lebt also in Krabbelgruppen und Klassenzimmern fort. Eine schockierende Erkenntnis, die durch den Dokumentarfilm hoffentlich die breite Öffentlichkeit erreichen wird.

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