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Bundestagsabgeordnete Joana Cotar verlässt AfD

Die Digitalpolitikerin Joana Cotar verlässt die AfD. Sie gehörte noch bis Sommer 2022 dem Bundesvorstand der Partei an.

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<p><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Joana_Cotar.jpg">73JC</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0">CC BY-SA 4.0</a>, via Wikimedia Commons</p>

73JC, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Berlin. – Viele haben es kommen sehen, nun trat es wirklich ein: Die hessische Digitalpolitikerin Joana Cotar gab heute ihren Austritt aus der AfD bekannt. Zudem werde sie nicht mehr Mitglied der AfD-Fraktion im Bundestag sein. Die 49-Jährige war bis zum Parteitag in Riesa diesen Sommer Mitglied des Bundesvorstands und dort unter anderem für die Jugendarbeit zuständig. Cotar tritt in den letzten Monaten und Jahren vermehrt als Kritiker des aktuellen Kurses der Partei auf. Sie galt zudem als enge Vertraute des ehemaligen Parteisprechers Jörg Meuthen, der Anfang 2022 die Partei verließ und heute Mitglied der Zentrumspartei ist.

Cotar begründet ihren Austritt mit aktuellen Entwicklungen in der AfD und ihrer Politik. Es gehe vielen Kollegen „hauptsächlich um bezahlte Mandate und Ämter“, es gebe „Opportunismus und Dauermobbing im Kampf um Posten und Mandate“, zudem sei die „Alternative zur Altpartei geworden“. Auch sei der „extreme Rechtsaußen-Rand“ nicht das Problem, sondern Opportunisten und eine „große Nähe“ zu Russland, China und dem Iran.

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„Ungefährliche Nachricht“

In ihrem Austrittsschreiben sprach Cotar möglicherweise über ihre Pläne für die Zukunft: „Es braucht eine Vernetzung der konservativ/liberalen Kräfte im Land, um von außen etwas im Inneren der Politik zu verändern. Daran arbeite ich.“

Aus Partei und Vorfeld sind die bisherigen Reaktionen gemischt. Während der Politikwissenschaftler Benedikt Kaiser in seinem Telegram-Kanal den Austritt und den möglichen Aufbau einer neuen Partei als eine „ungefährliche Nachricht“ bezeichnete, zeigte sich ein AfD-Abgeordneter hinsichtlich diesen Schrittes enttäuscht.

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