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Österreich

Ministerium weiß nicht, wie viele Asylwerber „verloren“ gehen

Das Innenministerium teilte in einer Anfragenbeantwortung an SPÖ-Sicherheitssprecher Einwallner mit, dass nicht erfasst wird, wie viele Asylwerber nach der Registrierung verloren gehen.

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<p>Bild: Bundesinnenministerium am Minoritenplatz in Wien / Bild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wien_01_Minoritenplatz_h.jpg">Gugerell</a>, CC0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)</p>

Bild: Bundesinnenministerium am Minoritenplatz in Wien / Bild: Gugerell, CC0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Wien. – Aus einer Anfragenbeantwortung des von Gerhard Karner (ÖVP) geführten Innenministeriums an SPÖ-Sicherheitssprecher Reinhold Einwallner geht hervor, dass die Erstaufnahmestellen für Migranten in Österreich höchst unterschiedlich ausgestattet sind. So hatten in Wien 15 Personen 2015 Erstaufnahmegespräche durchzuführen, während es in Eisenstadt 47 Personen für 1715 Gespräche waren. Keine Angaben kann das Ressort indes dazu machen, wie viele Personen zwischen Registrierung und Grundversorgung „verloren“ gehen.

Asylwerber reisen illegal weiter

Das bezieht sich auf das Phänomen, dass heuer zwar extrem viele Asylanträge gestellt werden, jedoch deutlich weniger Asylwerber in der Grundversorgung landen. Die naheliegende Vermutung ist daher, dass aufgegriffene Migranten zwar formal einen Antrag stellen, dann aber (illegal) in ihre eigentlichen Zielländer weiterreisen. Eigentlich sollten sie sich zumindest in der Theorie in einer Registrierungsstelle um eine Aufnahme ins Verfahren bemühen. Dafür erhalten sie einen Fahrschein, um an den jeweils zugeteilten Ort zu reisen.

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Einwallner wollte in seiner Anfrage daher nicht nur wissen, wie viele Asylwerber quasi verloren gehen, sondern auch, welche Kosten die Fahrkarten, die seit August ausgegeben werden, verursacht haben. Das Innenressort konnte allerdings zu beiden Fragen keine konkreten Antworten liefern. Wie viele Asylwerber nach der Registrierung verloren gehen, wird nicht erfasst und darüber wie viel die Bahntickets gekostet haben, kann „noch keine Auskunft gegeben werden“.

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