Österreich Politik

Zukunftsdialog”: Grüne starten Neubeginn mit altem Personal

By Manfred Werner - Tsui (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Am Samstag lud die „Grüne Bildungswerkstatt” zu einem Treffen in Wien, um über den Neustart und die Zukunft der Grünen zu diskutieren.

Das vergangene Jahr gehörte sicherlich nicht zu den erfreulichsten für die Grünen. Nach dem Rauswurf der eigenen Parteijugend und dem Austritt des Grünen Urgesteins Peter Pilz flog man auch noch aus dem Nationalrat. Jetzt will man die Weichen für eine mögliche Rückkehr ins österreichische Parlament setzen. Dazu trafen sich Partei und Sympathisanten am Samstag zum „Zukunftsdialog” in Wien.

Erste Personalentscheidungen

Beim beschworenen Neustart der Grünen muss die Partei aber natürlich auch auf alte Personalreserven zurückgreifen. Bereits am Vortag hatte der erweiterte Bundesvorstand erste Personalentscheidungen getroffen: Neben Bundesparteichef Werner Kogler wird in Zukunft Regina Petrik als Stellvertreterin fungieren. Außerdem übernimmt die Wiener Landesgeschäftsführerin Angela Stoytchev auch die Bundesgeschäftsführung. Albert Steinhauser will hingegen nur mehr im Hintergrund inhaltlich mitarbeiten. „Ich unterstütze den Neustart mit meiner Erfahrung gerne dort, wo es erwünscht ist”, erklärte der ehemalige Klubobmann gegenüber dem Kurier.

Neben bekannten Gesichtern aus der Partei fanden sich unter den Gästen des „Zukunftsdialogs” unter anderem auch Roman Hebenstreit von der Gewerkschaft vida und der ehemalige ÖVP‐Politiker und Ex‐Asylkoordinator Ferry Maier.

Umwelt und Soziales

Thematisch wollen die Grünen wieder mehr Wert auf Umwelt und Soziales legen. Dazu erinnerte Andreas Novy, Obmann der Grünen Bildungswerkstatt, laut Bericht des Standard an die Wurzeln seiner Partei: „Ökologie ist das Verhältnis zum Menschen zu seiner Umwelt. Unsere zentrale Aufgabe war immer schon, die soziale Frage mit der ökologischen zu verbinden.”

Bundesparteiobmann Kogler betonte zudem, dass die „neuen Grünen” offener und „gleichzeitig auch bündnisfähiger” sein müssten. Künftig will man auch weniger abgehoben auftreten: „Wir Grüne müssen so formulieren, dass wir nicht nur im Hörsaal verstanden werden, sondern auch im Wirtshaus‐Saal”, so Kogler vor der ORF‐Kamera.

1 Kommentar

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  • Anscheinend hat es Kogler noch immer nicht verstanden, dass es nicht an der Kommunikation lag, sondern an deren Inhalten, warum sie rausflogen. Kogler denkt, dass die Grünen etwas besseres seien, deswegen wurden sie nicht verstanden. Jetzt erst recht > #grueneversenken! Bei denen hilft wirklich nichts mehr.

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