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Orbán warnt vor Islamisierung: „Der Westen wird fallen”

Redaktion

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Bild: flickr; European People's Party- Viktor Orbán [CC BY 2.0]

Viktor Orbán steigt mit einer hitzigen Rede und einem neuen Gesetzespaket in den Wahlkampf ein. Er appelliert, die „nationale Identität zu bewahren” und warnt, dass in den europäischen Hauptstädten „bald eine muslimische Mehrheit herrschen wird”.

Am vergangenen Samstag begann in Ungarn offiziell der Wahlkampf für die am 8. April stattfindenden Parlamentswahlen. Mit seiner „Rede zur Lage der Nation“ eröffnete am Sonntag dann auch Ministerpräsident Viktor Orbán das Buhlen um die Wählerstimmen. Viele seiner Aussagen und Forderungen dürften dabei für Zündstoff sorgen.

Die Rede zur Lage der Nation

Wenn es so weitergeht, wird in den Großstädten Europas bald eine muslimische Mehrheit herrschen”, prophezeite Orbán in seiner Rede.

Die Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen, während es Europa nicht einmal bemerken wird, dass es besetzt wurde.”

Dieser westeuropäischen Entwicklung stellte der Fidesz‐Vorsitzende das „ungarische Modell” entgegen:

Wir müssen die ungarische Sprache pflegen, unser Christentum und unsere Kultur bewahren – das ist das ungarische Modell, welches sehr erfolgreich ist. Unsere Familien zu unterstützen, unsere nationale Identität zu bewahren – das ist die Zukunft, diese Zukunft wird unsere sein.“

Weiters stellte Orbán in seiner Rede klar, dass Zuwanderung nicht die Lösung der ungarischen Probleme sei.

Ich glaube daran, dass die Familie der Rückrat eines Landes sind. Ich glaube daran, dass man diejenigen, die sich für Kinder entscheiden, unterstützen muss. Ich glaube daran, dass man Mütter wertschätzen und respektieren muss”, sagte der ungarische Premier.

Neues Gesetzespaket

Dass die Regierungspartei Fidesz unter Orbán der unkontrollierten Masseneinwanderung durch muslimische Migranten mehr als skeptisch gegenübersteht, ist allgemein bekannt. Bereits seit Mitte 2017 müssen NGOs, die Gelder aus dem Ausland erhalten, gerichtlich registriert werden. Aus diesem Grund leitete die EU‐Kommission sogar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn ein.

Doch trotz aller Kritik aus Brüssel setzt Orbán seinen Weg fort. Laut NZZ-Bericht hat der Premier in den letzten Tagen sogar ein neues Gesetzespaket namens „Stop Soros” ins Spiel gebracht. Benannt ist das Paket nach George Soros. Der ungarisch‐stämmige US‐Milliardär finanziert über seine Open Society Foundations (OSF) weltweit Nichtregierungsorganisationen.

Stop Soros”

Dem Gesetzespaket zufolge müssen NGOs künftig eine Lizenz beantragen, die sie nur erhalten, wenn sie keine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen. Dies kann sogar durch Geheimdienste überprüft werden. Auch ausländische Spenden sollen mit einer Strafsteuer von 25 Prozent belegt werden. Die Erträge daraus will die Regierung in den Grenzschutz investieren. Apropos Grenze: Die Mitarbeiter von Migranten unterstützenden Organisationen dürfen – sollte das Paket umgesetzt werden – sich der Schengen‐Außengrenze nicht mehr als acht Kilometer nähern.

Aktuelle Prognosen

Wie der Standard berichtet, liegt Fidesz laut aktuellen Umfragewerten bei 53 Prozent der Stimmen. Damit hat die Partei die Chance, die verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit im Parlament zu halten. Auf Platz zwei stünde derzeit die Rechtspartei Jobbik, gefolgt von den Sozialisten (MSZP). Die linksliberale Demokratische Koalition (DK) und die Öko‐Partei „Politik kann anders sein” (LMP) kämen derzeit beide nicht über 10 Prozent hinaus.

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Avatar

    meier

    20. Februar 2018 at 14:33

    Viktor Orban hat bereits in seiner legendären Rede am 16. März 2016 bewiesen, dass er nicht nur extrem mutig ist, sich gegen das System gewendet hat, sondern auch ein sehr weitsichtiger, visionärer Politiker ist, der Entwicklungen in seiner ganzen Bandbreite beurteilen kann. Die Rede aus dem Jahre 2016 muss man sich auf jeden Fall ansehen.
    https://www.youtube.com/watch?v=fSFD-QAJM1k
    Was wäre wahrscheinlich geschehen, hätte es keinen solchen Viktor Orban gegeben. Wahrscheinlich wären wir schon jetzt erledigt, es kann sein, dass es auch noch immer passiert, so haben wir vielleicht noch eine kleine Chance, ein kleines Zeitfenster, um aufzuwachen und das Ruder herumzureissen.
    Danke Viktor Orban für Mut und Schlauheit.

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Welt

Italiens Premier verkündet Ende der Regierung

Stefan Juritz

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ASDF European Parliament from EU [CC BY 2.0], via Wikimedia Commons [Bild zugeschnitten]

Wie es nun weitergeht, ist noch unklar: Möglich sind sowohl Neuwahlen als auch ein Regierungswechsel.

Rom. – Italiens parteiloser Regierungschef Giuseppe Conte hat am Dienstag vor dem Senat seinen Rücktritt bekannt gegeben und damit die Regierung bestehend aus der populistischen Fünf‐Sterne‐Bewegung und der rechten Lega für beendet erklärt. „Die derzeitige Krise gefährdet unweigerlich die Arbeit der Regierung, welche hier endet”, zitiert n‐tv den Premier.

Conte kritisiert Salvini

In seiner Rede kritisierte Conte auch die Ankündigung von Innenminister Matteo Salvini (Lega), die Regierungskoalition mit der Fünf‐Sterne‐Bewegung zu beenden. Conte warf Salvini deshalb politisches Kalkül vor. Dies sei „schwerwiegend” für das Land und nicht im Interesse der Regierung.

Nach dem Rücktritt des Premiers muss Staatspräsident Sergio Mattarella über die weiteren Schritte entscheiden. Möglich sind Neuwahlen, aber auch ein einfacher Regierungswechsel. Medienberichten zufolge soll es diesbezüglich am heutigen Mittwoch zu Gesprächen mit den Parlamentsparteien kommen.

Die Regierung aus Lega und Fünf‐Sterne‐Bewegung hatte es sich erst im Juni des vergangenen Jahres gebildet.

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Welt

Italien will „Open Arms“ mit Küstenwache nach Spanien begleiten

Joshua Hahn

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ASDF Bild: Schiff "Open Arms" / Gregor Rom [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Seit mehreren Tagen befindet sich das mit Migranten beladene Schiff „Open Arms“ der NGO vor der Küste Lampedusas, da Italien ihnen die Einfahrt verweigert. Nun hat sich das Land dazu bereit erklärt, das Boot mit der Küstenwache nach Spanien zu führen.

Lampedusa/Rom. – Zuvor lehnte die spanische NGO „Proactiva Open Arms“ das Angebot Spaniens, das Schiff anlegen zu lassen, gleich zweimal ab.

Bedingung für Begleitung nach Spanien

Das Angebot der italienischen Regierung lautet konkret, dass die Küstenwache das NGO‐Boot bis nach Spanien begleitet, wo es anlegen kann – jedoch unter einer Bedingung.

Diese lautet, dass sich die spanische Regierung in Madrid im Vorfeld dazu bereit erklären müsse, der „Open Arms“ die spanische Flagge zu entziehen, sobald sich diese in spanischen Gewässern befindet. 

Der Verkehrsminister Italiens, Danilo Toninelli sagte zum Vorschlag: „Wir sind bereit, mit unserer Küstenwache alle Migranten, die an Bord der „Open Arms“ sind, in den spanischen Hafen zu bringen, der uns zugewiesen wird.“

Open Arms”: Weitere Migranten vorzeitig von Bord geholt

Wie die „Welt“ berichtet, wurden in der Zwischenzeit neun weitere Migranten von Bord geholt und an Land gebracht, da ihr Gesundheitszustand nicht tragbar gewesen sei. Zuvor lehnte der Kapitän der „Open Arms“ zwei Vorschläge der spanischen Regierung ab. So hätte sie die Häfen in Mallorca und Menorca ansteuern dürfen.

Laut einer Sprecherin der NGO sei dies jedoch aufgrund der vermeintlich schlechten Lage an Bord und der zu weiten Distanz nicht möglich. – Die Tagesstimme berichtete. Kritik am italienischen Innenminister Salvini kam nun von der spanischen Regierung.

Spanische Ministerin bezeichnet Vorgehen Salvinis als „Schande“

Die Verteidigungsministerin Spaniens, Margarita Robles, bezeichnete die Abweisung des Schiffes durch Matteo Salvini wörtlich als „eine Schande für die gesamte Menschheit“. Außerdem erklärte sie, dass der italienische Innenminister ihrer Ansicht nach „ausschließlich wahltaktische Ziele“ verfolge. 

An Bord des Schiffes befinden sich derzeit noch 98 Migranten, wie das „ZDF“ berichtete.


Weiterlesen:

Sicherer Hafen: „Open Arms” lehnt Angebot Spaniens gleich zwei Mal ab (19.8.2018)

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Gesellschaft

Kritik an Halal‐Schlachtung: Englische Schülerin bei Klausur durchgefallen

Julian Schernthaner

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ASDF Symbolbild: Pexels [CC0]

Obszöne rassistische Kommentare”: Der Prüfungsbogen einer 16‐jährigen Engländerin wurde wegen Kritik an Halal‐Schlachtungen für ungültig erklärt.

Eastbourne. – Wie die Daily Mail berichtet, spielte sich der Vorfall bei einer Prüfung in Religion in der südostenglischen Grafschaft East Sussex ab. Abigail Ward (16), welche Vegetarierin ist, bezeichnete die religiöse Schächtung bei der Beantwortung einer Meinungsfrage auf ihrem Fragebogen als „absolut widerlich” – und flog deshalb ursprünglich durch die Prüfung.

Halal‐Kritik als „obszöne, rassistische Kommentare”

Denn die Prüfungsbehörde OCR wertete diesen Kommentar als islamophobe Äußerung. Derartige „obszöne, rassistische Kommentare” würden ein „strafwürdiges Fehlverhalten” ausmachen. Erst nachdem die Schule unter Hinweis auf die vegetarischen Ansichten der Schülerin gegen die Disqualifikation der Prüfung berief, nahm die Behörde die umstrittene Entscheidung zurück, entschuldigte sich für die „zu harte” Entscheidung.

Die Zeitung zitiert die Reaktion der Mutter: Diese befand, die Behörde hätte „übertriebenen Eifer, übertriebenes Gerechtigkeitsdenken” angewandt. Das Mädchen sei eine Tierliebhaberin und „strikte Vegetarierin”. Es mache sie „wütend, dass man bei einer Prüfung nicht einmal seine Meinung sagen darf”. Gegenüber Metro fügte sie hinzu, dass ihre Tochter eine gute Schülerin sei, welche noch nicht einmal jemals hätte nachsitzen müssen.

Halal‐Schlachtung europaweit umstritten

Unabhängig des jüngsten Vorfalls in Großbritannien sorgen die Praktiken der Halal‐Schlachtung europaweit für Diskussionen. Denn die muslimische Tradition, den Tieren mitunter bei vollem Bewusstsein die Kehle zu öffnen, stößt sich mit europäischen Vorstellungen um den Tierschutz. Mehrere Länder, darunter Norwegen, Island, Dänemark, Polen und Liechtenstein verbieten die Praktik deshalb vollständig.

Für jahrelange Debatten sorgte ein ähnlicher Vorstoß in Belgien. Erst nach dem grünen Licht des Europäischen Gerichtshof (EuGH) konnte das Verbot in Kraft treten – Die Tagesstimme berichtete. In Österreich muss unmittelbar auf den Schnitt eine Betäubung geschehen, in Deutschland sind Ausnahmegenehmigungen notwendig. Großbritannien besitzt im europäischen Vergleich eine liberale Gesetzgebung, die Schächtung von Tieren ist prinzipiell erlaubt.

Qualitätsstandards der Prüfungsbehörde unter Beschuss

Auch die Prüfungsbehörde OCR befindet sich außerdem wegen unklaren Qualitätsstandards bei der Auswahl ihrer Prüfer in der öffentlichen Kritik. Wie die Daily Mail ebenfalls berichtet, sei es einer Undercoverjournalistin gelungen, sich mit gefälschten Lebensläufen als Benoterin in Geschichte und Latein akkreditieren zu lassen. Dabei sei es nie zu einer Überprüfung der Rechtmäßigkeit der vermeintlichen Qualifikationen gekommen.

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