Gesellschaft

Wien: Zahl der Einbürgerungen ist massiv gestiegen

Symbolbild Neuee Hofburg: By Bwag (Own work) [CC BY-SA 3.0 at], via Wikimedia Commons / Bild Reisepass: By Government of Austria (Transferred from EdisonTD) [Public domain], via Wikimedia Commons / Collage: Die Tagesstimme

In Wien ist die Anzahl der Einbürgerungen im Vorjahr um 27,6 Prozent angestiegen. ÖVP und FPÖ sehen die rot‐grüne Stadtregierung in der Verantwortung.

Laut Angaben der Statistik Austria ist die Zahl der Einbürgerungen im Jahr 2017 um 7,5 Prozent auf insgesamt 9.271 Personen gestiegen. Die meisten von ihnen besaßen vor der Einbürgerung die Staatsbürgerschaft von Bosnien‐Herzegowina (1.288), gefolgt von der Türkei (779), dem Kosovo (664), Serbien (557) und Afghanistan (424).

Wien auf Platz eins

Das größte Plus gab es mit 27,6 Prozent in Wien. Danach folgen Niederösterreich (plus 14,3 Prozent), Kärnten (plus 13,7 Prozent) und das Burgenland (plus zehn Prozent). Ein starkes Minus gab es hingegen in Oberösterreich (minus 26,7 Prozent). Auch in Vorarlberg (minus 9,3 Prozent) und Tirol (minus 9,2 Prozent) ist die Zahl der Einbürgerungen gesunken.

Mangelnder Realitätssinn bei Rot‐Grün”

Den massiven Anstieg in Wien nahmen ÖVP‐Landesparteiobmann Bundesminister Gernot Blümel und Stadtrat Markus Wölbitsch zum Anlass, die rot‐grüne Wiener Stadtregierung in die Pflicht zu nehmen:

Rot‐Grün in Wien mangelt es noch immer an Realitätssinn und dem Bewusstsein für die wesentlichen Herausforderungen. Während österreichweit die Zahl der Einbürgerungen nur leicht ansteigt, ist der Anstieg in der Bundeshauptstadt massiv und völlig überdimensional.“

Vom Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) forderte der ÖVP‐Stadtrat „Klartext und klare Schritte”:
„Es kann nicht sein, dass die Hälfte aller österreichweiten Neueinbürgerungen in Wien erfolgen. Die Bundeshauptstadt ist zudem noch immer Sozialmagnet Nummer eins in Österreich, die Zahl der Mindestsicherungsbezieher hat sich unter Rot‐Grün verdoppelt. Wir wollen Wien wieder zum Wirtschaftsmotor in Österreich machen und nicht zum Sozialmagneten. Unser Sozialsystem verträgt nur jene Zuwanderung, die am Wirtschaftsstandort Wien gebraucht wird.“

Gudenus sieht „übertriebene Willkommenspolitik”

Nach Ansicht des geschäftsführenden Landesparteiobmann der FPÖ‐Wien, Johann Gudenus, würden die Zahlen den nächsten Beweis für die „übertriebene Willkommenspolitik von SPÖ und Grünen” aufdecken. Besonders erschrocken zeigte sich Gudenus zudem davon, dass unter den neu Eingebürgerten tausende anerkannte Asylberechtigte seien.

Gewährtes Asyl ist Schutz auf Zeit und kein Gutschein für eine spätere Staatsbürgerschaft. Dass SPÖ und Grüne unzählige Migranten, die über das Asylrecht eine zeitlich begrenzte Aufenthaltsbewilligung erwirken konnten, endgültig mit einem rot‐weiß‐roten Reisepass ausstatten, ist das schlechteste aller Signale, welches man in diesen Zeiten aussenden kann“, stellt der Landesparteiobmann klar.

1 Kommentar

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  • Das ist das Schlimmste, was passieren kann, weil diese Leute bringt man nicht mehr weg. Damit ist der Zug abgefahren. Das war auch unter Schüssel/Haider so, wo es die meisten Einbürgerungen gegeben hat, zum Teil über 30.000 pro Jahr, ausgerechnet unter Haider. Damit wollte er offensichtlich die Statistiken etwas schönen. Ein gewaltiger Fehler.

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